Schönbach Hugo

Hugo Schönbach

*6.2.1893 in Schermbeck; ✡ in Riga

Religion jüdisch

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Salomon Schönbach *24.6.1857 in Schermbeck; ✡ 9.5.1933 in Schermbeck

Mutter Klara Rosenfeld *12.9.1857 Hohenhausen, Lippe; ✡ 18.9.1907 in Schermbeck

Großeltern Philipp Uri Schönbach (1822-1893 Schermbeck) und Rika Steinberg

Großonkel Moses Schönbach (1820 Schermbeck); oo Zipora Rosenthal (1820 Schermbeck)

Tante Julie Schönbach Marchand 4.2.1850 in Schermbeck

Geschwister

Henriette Schönbach *17.8.1888 in Schermbeck; ✡ 5.5.1942 in Kulmhof

Amalie Schönbach *6.1.1889 in Schermbeck; ✡ in Riga

Aurelie Schönbach *24.11.1897 in Schermbeck; ✡ in Auschwitz

Beruf Viehhändler

Adressen Schermbeck, Kirchstraße 84; Dorsten

Heirat 31.5.1938 Else Cahn *17.1.1904 in Erle; ✡ in Riga

Schwiegermutter Karoline Cahn geb. Rubens (1869-1941); oo Levi Cahn(1859-1933)

1930 an der Femeiche, mittig Else und Hugo Schönbach
mit Elses ledigen Tanten, Emma und Jettchen Cahn

Kinder

Mirjam Schönbach *5.10.1940 in Rees; in Riga

Weiterer Lebensweg

14.6.1935 Tod der Tante Julie Marchand in Schermbeck

1921 Heirat und Wegzug von Adele Cahn, der Halbschwester von Else

1938 Emigration der Schwägerin Erna mit Ehemann Erich Heymann nach Südafrika

31.5.1938 Heirat mit Else Cahn, die mit ihrer pflegebedürftigen Mutter nach Schermbeck zieht

Novemberpogrom

10.11.1938 Novemberpogrom in Schermbeck; Hugo Schönbach verhaftet; die Synagoge und die jüdischen Wohnhäuser von von SS und HJ aus dem benachbarten Brünen verwüstet. Eine Brandlegung des Synagogengebäudes unterblieb wegen der Nähe anderer Gebäude; die Inneneinrichtung und die Kultgegenstände wurden aber ins Freie getragen und verbrannt.

Schermbecker in Dachau

17.11.1938 Einweisung in das KL Dachau mit einem großen Transport aus dem Rheinland;

Hugo Schönbach, Häftlingsnummer 30002; 5.1.1939 Entlassung aus dem KL Dachau 5.1.1939

Adolf Anschel, Häftlingsnummer 29941; 1.12.1938 Entlassung

Walter Wertheim, Brünen, Häftlingsnummer 30011; 20.1.1939 Entlassung

17.11.1938 -20.1.1939 Hugo Schönbach in Dachau

Hugo Schönbach

Emigration der Familie Adelsheimer

9 jüdische Bewohner bleiben noch in Schermbeck: Hugo, Elsa, Mirjam und Amalie Schönbach, Karoline Cahn-Rubens, Otto Nathan, Gustav Adelsheimer, Rika Hoffmann (*1859) und Sibilla van Gelder geb. Herz (*1863); beide 1942 nach Theresienstadt

17.5.1939 Hugo Schönbach in Schermbeck bei der Minderheiten-Volkszählung

4.1.1941 Tod der Schwiegermutter Karoline Cahn in Schermbeck

Düsseldorf -Riga

November 1941 Deportationsbefehl der Gestapo

Sammellager Viehhallen Schlachthof Düsseldorf

11.12.1941 Hugo, Elsa, Mirjam und Amalie Schönbach deportiert mit Selma Wertheim und ihren Söhnen mit 1007 Juden ab Düsseldorf nach Riga

13.12.1941 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga;

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos; Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung;

3. 11.1943 Große Selektion bei finaler Auflösung des Ghetto Riga

Tod von Hugo, Elsa, Mirjam und Amalie Schönbach im Ghetto Riga; Zeitpunkt unbekannt

Gedenken

2010 Stolpersteine für Hugo, Elsa, Mirjam und Amalie Schönbach in Schermbeck

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de967718

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de967717

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de967707

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de967700

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de967701

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1237839

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411211-44.jpg

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11199068

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10748054

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130429744

http://www.heimatverein-erle.de/gedenken-an-die-juedische-familie-cahn/

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_(Erle)

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest Gedenkbuch 1983

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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