Guggenheim Ruth

Ruth Guggenheim

*30.6.1914 in Osnabrück, Mädchenname unbekannt

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater unbekannt

Mutter unbekannt

Geschwister

Beruf Praktikantin

Adressen Osnabrück; Gut Winkel, Spreenhagen

Heirat Walter Guggenheim *14.3.1914 in Nürnberg

Kinder

Weiterer Lebensweg

Flucht nach Italien

12.6.1934 Passausstellung für Kurt Guggenheim in Mailand

16.2.1936 Ankunft von Bruder Kurt auf der SS TEL AVIV in Haifa mit einem Kapitalistenzertifikat der Kategorie A(1)

13.4.1936 Einreise von Flora Weinberger als Familienmitglied mit einem Zertifikat der Kategorie D

4.6.1940 Einbürgerung von Kurt und Chana Guggenheim in Palästina

Gut Winkel

Walter und Ruth Guggenheim zur Hachschara in das Lehrgut Winkel

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 jüdische Bewohner erfasst.

17. Mai 1939 Ruth und Walter Guggenheim im Lehrgut Winkel

17.5.1939 Schwiegermutter Mathilde sowohl in Konstanz, Saarlandstraße 4 als auch im Landwerk Havelberg gemeldet wie bei Minderheiten-Volkszählung

September 1939 Ruth und Walter Guggenheim auf der Bewohnerliste von Lehrgut Winkel

Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 2

12.10.1939 Bahnfahrt von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft von Ruth und Walter Guggenheim in Haifa nach Abschluß von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

29.7.1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Als Wohnadresse geben sie Walter’s Bruder Kurt Guggenheim an.

Gedenken

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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