Kurt Gottschalk
*21.1.1916 Berlin; ✡1.8.2001 Kingston,UK
Religion jüdisch
Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Simon Gottschalk *15.3.1867 in Königsfeld, Ahrweiler; 13.6.1943 Theresienstadt
Mutter Johanna Sternfeld *1877; 1924
Brüder
Fritz Gottschalk *2.1.1900 in Koblenz; 1964
Walter Gottschalk *16.1.1902 in Koblenz; oo Elli Schmidt

Heinz Gottschalk *20.7.1908 in Berlin; 19.4.1941 im KL Dachau; oo Selma Heymann ( *14.6.1903; 22.4.1943 in Auschwitz
Heirat Flora Cameron Dalzell *5.11.1916 in London; ✡ 2002 in England
Die Ehe wird geschieden
Zweite Heirat 1954 Kurt Gottschalk heiratet Sybil Davis in Newport, UK
Tochter

Rachel Gottschalk * 10/ bis12/1936 in Lewes, Sussex, England; oo Barnett
Weiterer Lebensweg
Werkdorp Nieuwe Sluis
18.5.1935 Kurt Gottschalk ins Werkdorp Nieuwe Sluis

9.6.1936 Kurt Gottschalk angemeldet in Barsingerhorn
13.10.1937 Flora Dalzell von London ins Werkdorp Nieuwe Sluis

13.10.1937 Flora Dalzell mit Kind Rahel angemeldet in Barsingerhorn
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs
Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.
1.1.1938 Kurt Gottschalk auf der Hechaluz-Mitgliederliste des Werkdorps

1.1.1938 Flora Gottschalk auf der Hechaluz-Kandidatenliste des Werkdorps
2.1.1938 formal bedingte Ummeldung von Flora und Kurt Gottschalk wie aller Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer
25.4.1939 Familie Gottschalk abgemeldet nach Palästina
Minderheitenzählung
17.5.1939 Bruder Walter mit Frau Elli (Nichtjüdin) und Sohn Peter Gottschalk in Berlin, Bismarckstraße 10
17.5.1939 Vater Simon Gottschalk in Berlin, Schloßstraße 90
17.5.1939 Bruder Heinz im KL Sachsenhausen
17.5.1939 Selma Gottschalk in Berlin, Lothringer Straße 16, mit ihren Eltern Mutter Henriette Heymann geb. Sommerfeld (1875-1956) und Vater Martin Heymann (1874-1944); ihre Mutter gelangt mit dem „Freiheitstransport“ von Theresienstadt nach St. Gallen
Theresienstadt
28.5.1943 Vater Simon Gottschalk von Berlin auf dem Transport nach Theresienstadt
13.6.1943 Tod des Vaters in Theresienstadt
Tod von Marten Heymann in Theresienstadt

Henriette Heymann gelangt mit dem „Freiheitstransport“ E w von Theresienstadt nach St. Gallen
Nachkriegszeit

Ausreise von Flora und Rachel Gottschalk aus Palästina über Port Said auf der SS ANDES nach England
9.9.1946 Ankunft auf der SS ANDES in Southhampton
1954 Kurt Gottschalk heiratet Sybil Davis in Newport, UK
Gedenken
Quellen
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10652214
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5042353
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316