Selma Rosenbaum
*5.7.1907 in Baumbach; ✡ ?
Religion jüdisch
Staatsangehörigkeit deutsch
Vater Josef Rosenbaum *6.2.1873 in Baumbach; ✡ ?
Heirat der Eltern 31.3.1905 in Heinebach
Mutter Ella Sommer *10.7.1880 in Heinebach, Hessen; ✡ Mai 1942 Kulmhof
Geschwister
Nanni Rosenbaum *1.9.1905 in Baumbach; ✡ Juli 1942 Maly Trostinec
Ilse Rosenbaum *13.2.1909 in Baumbach; ✡ ?
Änne Irene Rosenbaum *20.7.1910 in Baumbach; ✡ ?
Siegfried Rosenbaum *4.2.1912 in Baumbach; ✡ ?
Hilde Rosenbaum *1.7.1914 in Baumbach; ✡ ?
Beruf Praktikant
Adressen ; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer
Heirat 17.10.1953 in Los Angeles mit Isaac Odesser
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Werkdorp Nieuwe Sluis
4.1.1937 Selma Rosenbaum zur Hachschara von Dortmund ins Werkdorp Nieuwe Sluis

2.2.1937 Selma Rosenbaum angemeldet in Barsingerhorn
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs
Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

1.1.1938 Selma Rosenbaum auf der Liste ausgetretener Hechaluz-Mitglieder des Werkdorps
2.1.1938 formal bedingte Ummeldung von Selma Rosenbaum wie aller Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer
16.5.-23.5.1939 Selma Rosenbaum auf der SS CHAMPLAIN von Le Havre nach New York

Heimatadresse Mutter Ella in Köln
20.11.1939 Selma Rosenbaum offiziell abgemeldet in die USA
Maly Trostinec
Anordnung der Gestapo Köln an die Landräte in Euskirchen, Bergheim, Siegburg, Gummersbach, Köln und Bergisch-Gladbach alle zu Deportierenden am 19.7.1942, 10-15 Uhr in das Sammellager Westhalle der Messehalle in Köln-Deutz zu verbringen; die Kölner Juden kamen aus dem Lagern Bardenberg, Müngersdorf und Much sowie den Judenhäusern.
„Wir kehren wieder“, sangen die Kleinen aus dem jüdischen Kinderheim.
20.7.1942 Abfahrt vom Nebenbahnhof Deutz in 3. Klasse-Personenwagen; Schwester Nanni Rosenbaum auf dem Transport mit 1164 Juden, darunter 118 Kinder im Alter unter zehn Jahren.
24.7.1942 Nach Ankunft wurde der gesamte Transport auf LKW zu einer, zuvor von russischen Kriegsgefangenen und Minsker Juden ausgehobenen 40x5x4 Meter großen Grube im Wald von Blagowschtschina gefahren. SS-Leute und Polizisten erschossen alle direkt am Grubenrand.
Nachkriegszeit
17.10.1953 in Los Angeles mit Isaac Odesser
Gedenken
Quellen
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316