
Siegfried Schlomo Levy
25.2.1913 in München-Gladbach; ✡ ?.
Staatsangehörigkeit polnisch
Religion jüdisch
Vater unbekannt
Mutter unbekannt
Geschwister unbekannt
Beruf –
Adressen München-Gladbach; Pömbsen, Höxter; Urfeld;

Heirat Laja Pilzer *28.5.1913 in Warschau
Kinder–
Weiterer Lebensweg
4.6.1935 Passausstellung in Bad Driburg
August 1935 Aufgabe der Stelle als Verkäufer bei der jüdischen Firma J.S. Rose in Pömbsen
Hachschara in Urfeld
1935 Siegfried Schlomo Levy zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von 1933 bis 1938/39 warder Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
1937 Alija
23.3.1937 Passausstellung für Laja Pilzer im benachbarten Bornheim
19.4.1937 Einreise von Siegfried und Laja Levy in Haifa, Siegfried mit einem Atbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS und Laja als Ehefrau mit C (two)
10.8.1942 Einbürgerung von Siegfried und Laja Levy in Palästina
Nachkriegszeit
Kibbuz Kfar Szold (Israel)
„Wiedergutmachung“
1959-1960; in der Akte u.a. Bescheid des Regierungspräsidenten vom 28.01.1960 über die Gewährung der Ansprüche auf Entschädigung für Schaden im beruflichen Fortkommen; Ermittlungsbericht des Amtes für Wiedergutmachung vom 16.10.1959 zum Antrag auf Entschädigung für Schaden an Vermögen und im beruflichen Fortkommen
Gedenken
–
Quellen
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB) – 07620 – 14
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History