Löwenstein Hermann

Hermann Löwenstein/Fred Loehnen

*6.8.1901 in Grevenbroich; ✡ 9.2.1970 in Johannesburg.

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Alexander Löwenstein *14.1.1873 Ibbenbüren; ✡3.12.1964 Tel Aviv

Heirat der Eltern 23.10.1900 in Grevenbroich

Mutter Paula Meier *13.7.1877 in Grevenbroich; ✡ 1941 Tel Aviv

Großvater Emanuel Löwenstein (1841-1926)

Großmutter Pina Josefine Blumenthal (1836-1918)

Geschwister

Ludwig Löwenstein Dr. jur. *1903; ✡ 2002; oo Hanna David

Henriette Löwenstein *29.5.1905 in Grevenbroich; oo 1930 Josef David (1900-1959)

Ilse Reizle Löwenstein *8.6.1910 in Grevenbroich; ✡21.11.1937 in Karlsruhe

Beruf Schauspieler

Adressen Grevenbroich, Kölner Straße 10; Berlin; Urfeld;

Heirat Pnina Löwenstein geb. ?

Kinder eins

Weiterer Lebensweg

Der jüdische Lehrer und Kantor Alexander Löwenstein

1888-1894 Ausbildung zum Religionslehrer und Vorbeter an der Marks-Haindorffschen Stiftungsanstalt in Münster

1894-1896 in Gütersloh

Oktober 1896 Anstellung als Religionslehrer und Vorbeter in der Grevenbroicher Synagoge, Kölner Straße 26

Alija Ludwig und Hanna Löwenstein

In den 1920ern gründet Ludwig Löwenstein eine zionistische Jugendgruppe in Grevenbroich, wo sich auch die Geschwister Hanna und Josef David engagieren.

1933 nach dem Berufsverbot als Anwalt emigrieren Ludwig und Hanna Löwenstein aus Düsseldorf nach Palästina

Alija Henriette und Josef David

18.5.1936 Einreise von Henriette und Josef David in Haifa mit einem Kapitalistenzertifikat der Kategorie A(1)

Hermann Löwenstein aus Grevenbroich nach Berlin, um dort als Schauspieler zu arbeiten

Hachschara in Urfeld

Hermann Löwenstein zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von 1933 bis 1938/39 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren.  Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

1936 Emigration von Hermann Löwenstein nach Südafrika

1937 Alija der Eltern aus Köln nach Palästina; Schwester Ilse konnte wegen ihres Touristenvisums nicht bleiben und kehrt nach Deutschland zurück, wo sie noch 1937 verstirbt.

Nachkriegszeit

Bruder Ludwig aktiv als Berater in „Wiedergutmachungsverfahren“

Gedenken

Quellen

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

http://museum.schoog.de/wp-content/uploads/2017/06/Grevenroicher-Gesichter.pdf

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My