Hirschhaut Ire

Ire Hirschhaut/Uri Eyal

*10.8.1916 in Berlin; ✡ 23.11.1988 in Haifa

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Joel Simcha Hirschhaut *1874; ✡1945 in Palästina

Mutter Chaja Dornbusch; ✡ 1921

Geschwister

Scheindel Hirschhaut *23.6.1896 in Polen; Juli 1987 in Camden, UK; oo 1923 oo Levi Sturm

Gitla Tova Hirschhaut *1.4.1905 in Stryj; oo Jitzchak Fouer

Menachem Manes Hirschhaut *12.1.1911 in Stryj; 20.12.1984 in Rehovot; oo Rosa Rosenberg

Samuel Hirschhaut/Harris *27.9.1913 in Berlin; Dez. 1975; oo Mary Lindenblit

Beruf Landarbeiter, Schlosser

Adressen Berlin; Urfeld; Rehovot

Heirat 5.10.1950 in Haifa mit Rachel Kahn *30.1.1926 in Haifa; ✡12.3.2006 in Haifa

Kinder zwei

Ruti Ilan

Nava Peled

Weiterer Lebensweg

7.6.1933 Ausstellung eines polnischen Pass in Berli

Hachschara in Urfeld

26.10.1934 Uri Hirschhaut aus Berlin zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

9.12.1935 Uri Hirschhaut abgemeldet aus Urfeld nach Palästina

23.12.1935 Einreise von Ire Hirschhaut in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

Nachkriegszeit

9.12.1945 Einbürgerung in Palästina

5.10.1950 Heirat in Haifa mit Rachel Kahn

Gedenken

Quellen

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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