Politzer Egon

Egon Politzer

*18.3.1920 in Berlin; ✡ ?.

Staatsangehörigkeit Ungarn

Religion jüdisch

Vater Julius Politzer *4.11.1885 in Gadany, Ungarn; ✡ ?.

Mutter Margarete Prager *25.2.1885 in Budapest; ✡ 22.4.1944

Onkel Heinrich Politzer *25.1.1890 in Gadany, Ungarn; ✡ ?.

Geschwister

Elisabeth Politzer *15.8.1912 in Berlin; ✡ ?.

Malwine Politzer *26.12.1921 in Berlin; ✡ ?.

Erika Politzer *12.4.1924 in Berlin; ✡ ?.

Beruf ORT Lehrling

Adressen Berlin, Prenzlauerstraße 9, Neukölln, Sonnenallee 172, Dragoner Straße;

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

ORT-Werkstätten in Niederschönhausen

Egon Politzer zur Hachschara in die ORT-Werkstätten in Niederschönhausen

Minderheitenzählung

17.5.1939 Egon mit den Eltern und Schwestern Elisabeth, Malwine und Erika Politzer in Berlin

17.5.1939 Onkel HeinrichPolitzer mit Frau Hildegard geb Hellmich, und den Kindern Irmgard, Ursula und Rolf in Berlin Mitte, Hirtenstraße 20

Hachschara in Urfeld

23.8.1939 Schwester Malwine Politzer zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling;

10.1.1940 Malwine Politzer abgemeldet aus Urfeld nach Berlin

KL Ravensbrück

26.10.1943 Mutter Margarete mit ihren Töchtern Elisabeth und Malwine auf dem Sondertransport von 45 Ausländerinnen eingewiesen in das KL Ravensbrück

22.4.1944 Tod der Mutter Margarete im KL Ravensbrück

Das Schicksal der Schwestern Malwine in Elisabeth Politzer ist ungeklärt. Vermutlich sind sie auf den Todesmärschen umgekommen.

Der Vater Julius soll mit dem Sohn Egon nach Ungarn geflüchtet sein; hier ist ebenfalls zu vermuten, dass sie beide bei Massenerschießungen oder den Auschwitztransporten umkamen.

Gedenken –

Quellen

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1134446

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/12668748

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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