
Samson Weinreb
*17.2.1904 in Weldsisz, Sosnowiec; ✡ ?.
Staatsangehörigkeit polnisch, staatenlos
Religion jüdisch
Vater Chaim Moszik Weinreb *16.6.1874 in Bedzin; ✡1926 in Sosnowiec
Heirat der Eltern 1900
Mutter Laja Zmigrod *26.1.1879 in Bedzin; ✡ 28.1.1952 Tel Aviv
Geschwister
Abram Wajnreb *12.11.1901 in Sosnowiec ; ✡1934 in Tel Aviv
Emanuel Wajnreb *1902 in Sosnowiec; ✡1954; oo Maryla Kastenberg
Frimet Weinreb *30.6.1905 in Sosnowiec; ✡10/1999 Israel; oo Pinkus Liebermann
Henryk Weinreb *1910 in Sosnowiec; ✡1997 Tel Aviv; oo Dina Zylberberg
Beruf Landarbeiter
Adressen Dortmund; Urfeld; Frankfurt
Heirat –
Kinder –
–
Weiterer Lebensweg
Hachschara in Urfeld
13.12.1934 Samson Weinreb aus Dortmund zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
6.8.1935 Samson Weinreb abgemeldet aus Urfeld nach Frankfurt
5.12.1935 Ausstellung eines polnischen Passes in der Botschaft in Essen
Alija
23.12.1935 Ankunft von Samson Weinreb in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
5.5.1942 Einbürgerung in Palästina
Nachkriegszeit
1977 im Kibbuz Afek
Gedenken
Quellen
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History