Prubner Wolf

Wolf Prubner

*13.2.1922 in Berlin; ✡ 13.8.2011 Argentinien

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Maier Prubner *1890 in Polen; ✡1946 Argentinien

Mutter Rifka Waren/Warm *18.9.1889 in Ochoddza; ✡ 1942

Großeltern Gedalija und Scheindel Prubner

Großeltern Jehuda und Rachel Warm

Geschwister vier

Bluma Gitla Prubner *18.7.1908 in Warschau; ✡1943 Auschwitz; oo Motel Herschkowitz

Hanna Prubner/ Khana Chapnik

Beruf  Landarbeiter, Immobilienmakler

Adressen Berlin; Urfeld; Buenos Aires

Heirat Sara Serber

Kinder zwei

Weiterer Lebensweg

Hachschara in Urfeld

3.5.1927 Wolf Prubner aus Berlin zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

4.10.1937 Wolf Prubner abgemeldet aus Urfeld nach Berlin

1938/39 Emigration von Wolf Prubner mit dem Vater Maier nach Argentinien

Minderheitenzählung

17.5.1939 Mutter Rifka Prubner in Berlin, Schöneberg, Passauer Str. 31

17.5.1939 Schwester Blima mit Mann Motel und Tochter Elvira Herschkowitz in Berlin, Schöneberg, Augsburger Straße 16

19.2.1943 Mutter Rifka und Schwester Blima, deren Mann Motel Herschkowitz und der Tochter Elvira Herschkowitz (*1929) auf dem 29. Osttransport von Berlin nach Auschwitz

Nachkriegszeit

24.5.1977 die Familie Serber gründet in Buenos Aires eine Immobilienfirma; Wolf Prubner ist Vizepresident, seine Frau Sara Serber Direktorin

Gedenken

Zahlreiche Pages of Testimony für die Familie Prubner und Herschkowitz von Schwester Khana

Quellen

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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