Wolfgang Schattner/Zeew Sharon

*11.3.1917 in Berlin; ✡ 1.7.2009 in Kibbuz Afek
Staatsangehörigkeit Jugoslawe
Religion jüdisch
Vater David Drago Schattner
Mutter Rosa Ringel *1886; ✡
Geschwister

Margot Schattner *30.5.1913 in Belgrad; 1942 in Belgrad
Beruf Elektriker
Adressen Berlin; Urfeld;
Heirat

24.2.1939 in Haifa Genia Ashkenazy *5.5.1919 in Wien
Zweite Ehe mit Pnina Dorfman/Sharon
Kinder –
Noa Schattner *17.6.1941 in Affula
Weiterer Lebensweg
3.4.1933 Passausstellung für Wolfgang Schattner in Berlin
21.7.1934 Passausstellung für Genia Ashkenazy in Wien
Hachschara in Urfeld
24.7.1934 Wolfgang Schattner aus Berlin zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
10.4.1935 Wolfgang Schattner abgemeldet aus Urfeld nach Gelsenkirchen
Alija
5.6.1935 Genia Ashkenazy mit Familienzertifikat D nach Haifa
23.12.1935 Ankunft von Wolfgang Schattner in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
6.5.1942 Einbürgerung von Wolfgang Schattner und Frau Genia in Palälästina
Nachkriegszeit
Gedenken
29.4.1995 Page of Testimony für seine Schwester Margot von Zeew Schattner
Quellen
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History