
Amalia Marta Schwalb
*31.5.1913 in Stryj;✡ 22.6.2005 in Tel Aviv
Staatsangehörigkeit (polnisch) staatenlos
Religion jüdisch
Vater Meir Zwerling
Heirat der Eltern
Mutter Schwalb; ✡ ?
Geschwister
Selda Schwalb *1911; oo Frankel; oo Lorbeerbaum; oo Teichmann;
Elkune Schwalb *1918; ✡1980
Beruf Landarbeiterin
Adressen Stryj; Urfeld;
Heirat Fritz Baumblatt *25.12.1910 in Marktbreit, Kitzingen; ✡28.11.1973
Kinder
Tochter Baumblatt; oo Ramati
Weiterer Lebensweg

5.2.1934 Ankunft von Fritz Baumblatt auf der SS MARTHA WASHINGTON in Haifa
25.5.1934 Ausstellung eines Passes in der ponischen Botschaft Essen
Hachschara in Urfeld
2.1.1936 Amalia Schwalb von Köln zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
4.2.1936 Amalia Schwalb abgemeldet aus Urfeld nach Palästina
Alija
3.2.1936 Ankunft von Amalia Schwalb in Jaffa/Tel Aviv mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
Nachkriegszeit
16.7.1947 Einbürgerung von Amalia Schwalb in Palästina
Gedenken
Quellen
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History