
Alfred Ascher
*1.5.1924 in Breslau; ✡ ?
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater unsicher ?Jacob Ascher *1.10.1886 ; ✡
Mutter Herta?; ✡ ?
Geschwister ?; ✡
Beruf Landarbeiter
Adressen ; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat –
Kinder
Weiterer Lebensweg
Gut Winkel
Alfred Ascher zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.
Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.
7.11.1939 Passausstellung in Beeskow für Alfred Ascher
19. Juni 1941 Auflösung Gut Winkel wird vom Hachschara- zum Arbeitseinsatzlager
5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Alfred Ascher in Gut Winkel, Spreenhagen

September 1939 Namenlisten verschiedener Gemeinden im Landkreis Beeskow-Storkow
Dänemark
1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen
20.11.1939Alfred Ascher nach Dänemark
9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

5.11.1940 Alfred Ascher in Nörre Lyndelse bei Odense bei Ehepaar Nielsen bei der dänischen Volkszählung
Alija – Odessatransport
1940 organisiert Eva Warburg von Stockholm aus den Transfer der jungen Chaluzim unter 18 Jahren auf dem Landwege über Finnland, Moskau, Odessa, Istanbul, Syrien, Libanon nach Haifa, da durch den Kriegseintritt der Franzosen und Briten nach dem Überfall auf Polen die Schiffreise unmöglich geworden war.
8.5.1940 Eva Warburg, Jugend-Alijah Schweden an das Hilfskomitee der Jüdischen Gemeinde Stockholm:
„…hat nämlich die Jewish Agency über die Youth-Aliyah Schweden nicht weniger als 95 Zertifikate für Kinder im Alter von 15-17 Jahren erteilt. … Vorbereitungen für die Reise haben bereits begonnen; wir verhandeln zur Zeit mit Intourist über die Reise durch Russland. Denn diese wird wohl über Moskau und Odessa nach Haifa gehen.“
Alfred Ascher mit Heinz Deutschkron auf dem Odessa-Transport über Land nach Palästina

24.12.1940 Einreise von Alfred Ascher in Ras El Nakura mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)
Gedenken
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212452
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/71076335
https://victims.auschwitz.org/victims
Danuta Czech, Auschwitz Chronicle 1949-1945, Henry Holt and Company, Inc., New York 1990
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316