
Albert Uri Schalit
*21.5.1922 in Chemnitz
Staatsangehörigkeit polnisch
Religion jüdisch
Vater Meir Schalit *25.11.1864 in Dinaburg, Lettland; ✡ 6.3.1940 in Sachsenhausen
Mutter Sara; ✡
Geschwister
Rosa Schalit *10.2.1917; ✡ ; oo Marcel Meyer
Sina Schalit *15.3.1920 in Grodek; ✡ März 1943 in Auschwitz; oo Erich Israel Maas (*3.9.1921 in Koblenz; ✡ 1943 in Auschwitz)
Beruf Landarbeiter
Adressen Grodek; Chemnitz ; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat
Kinder
Weiterer Lebensweg

19.5.1937 Ausstellung eines Fremdenpass für Albert Schalit in Chemnitz

7.12.1938 Albert zur Hachschara ins Landwerk Ahrensdorf, Pfadfinderbund Makkabi HaZair
27.2.1939 Einreise von Bruder Albert in Tel Aviv mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija

Aufnahme im Kibbuz Merhavia ; 1929 gegründet vom ha-Schomer ha-Zaʿir
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Sina Schalit mit Vater Meir in Chemnitz
17.5.1939 Erich Maas in Oels, Ring 23 II zur Untermiete bei Willi und Margarethe Bernstein
September 1939 Namenlisten verschiedener Gemeinden im Landkreis Beeskow-Storkow
Vater Meir Schalit inhaftiert in der Untersuchungshaftanstalt II in Leipzig

6.3.1940 Tod des Vaters im KL Sachsenhausen
Gut Winkel
Schwester Sina Schalit zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde;
5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“
1943 vermutlich vor der Deportation Heirat mit Sina Schalit
Fabrikaktion – 31. Osttransport nach Auschwitz
1943 noch etwa 20 Chawerim im Arbeitseinsatzlager Gut Winkel, Spreenhagen
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“
27.2.1943 Räumung des Arbeitseinsatzlagers Gut Winkel; Verbringung der Inhaftierten ins Sammellager nach Berlin, Große Hamburger Straße
März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert.
1.3.1943 Sina und Erich Maas aus Gut Winkel auf dem 31. Osttransport mit 3222 Juden von Berlin nach Auschwitz; unter den 19 Chawerim sind 8 Ehepaare
Bei der Ankunft an der Rampe von Auschwitz werden 677 Frauen und Männer zur Zwangsarbeit ins Lager selektiert; vergeben werden die Häftlingsnummern: 36546 – 36930 (385 Frauen) und 104598 – 104889 (292 Männer). Von den 19 Chawerim erhalten nur 4 eine Häftlingsnummern
Heinz Kosiner 104787, Max Lindenstraus, Arno Michlowitz 104837, Rudi Moses 104831
Nachkriegszeit
26.4.1946 Einbürgerung von Uri Schalit in Palästina
Gedenken
3.11.1978 Pages of Testimony für Sina und Meir Schalit von Uri Schalit und Schwester Rosa
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en926683
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en963546
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212452
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/12671855
https://victims.auschwitz.org/victims
Danuta Czech, Auschwitz Chronicle 1949-1945, Henry Holt and Company, Inc., New York 1990
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316