Chotzen Franz

Franz Chotzen

*30.8.1924 in Breslau; ✡ 26.8.2005 in Berlin

Staatsangehörigkeit polnisch;staatenlos

Religion jüdisch

Vater Max Chotzen; ✡ ?

Mutter Margot Weissler; ✡ ? vor 1945

Geschwister ?

Beruf Landarbeiter

Adressen Breslau, Kronprinzenstr. 56; Berlin Wisbyer Straße 27; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat –

Kinder –

Weiterer Lebensweg

15.4.1931 Ostern Einschulung in die Jüdische Volksschule Breslau

1936 Umzug nach Berlin, Wisbyer Straße 27

1.4.1936 nach Umzug Eintritt in die Jüdische Volksschule in Berlin

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Franz Chotzen in Breslau, Kronprinzenstr. 56 bei den Großeltern Heinrich und Margarete Chotzen und Tante Magda Karmeinski (*14.5.1897

Gut Winkel

Sommer 1939 Franz Chotzen zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

September 1939 Franz Chotzen in den Namenlisten verschiedener Gemeinden im Landkreis Beeskow-Storkow

Dänemark

1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen

1939 Franz Chotzen nach Dänemark

9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

1940mit einer Gruppe der Jugendalija in Asnæs Sogn, Seeland, Dänemark

Ausnahmezustand in Dänemark 1943

29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen

17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung für die Juden in Dänemark

September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark

„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.

28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.

Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.

Nachkriegszeit

1946 Franz Chotzen nach Bolivien

1952 Franz Chotzen nach Argentinien

Gedenken

Quellen

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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