Hoffmann Hans

Hans Wolfgang Hoffmann

*6.1.1920 in Braunschweig; ✡ 20.10.1986 in Sainte-Agathe-des-Monts, Les Laurentides, Quebec

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Siegmund Hoffmann *19.2.1883 in Pradnik, Krakau; ✡ vor 1943 in Auschwitz

Mutter Anna Lina Schidlowsky *29.11.1884 in Rastenburg; ✡ vor 1943 in Auschwitz

Geschwister

Ursula Hoffmann *27.3.1914 in Riddagshausen; 1943 Ghetto Lodz; oo 1938 Proskauer

Beruf Landarbeiter

Adressen Braunschweig, Hamburger Straße 298; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat Strougall

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Polenaktion

Vater Siegmund kann die Likörfabrik Schidlowsky übernehmen

Gut Winkel

April 1937 Hans Hoffmann zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

30.4.1937 Hans Hoffmann auf der Zugangsliste des Gut Winkel vom April 1937

30.6.1938 nicht mehr auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel

2.4.1939 Emigration nach England

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 beide Eltern Hoffmann in Braunschweig, Hamburger Straße 298

Britischer Census

29.9.1939

Winston Churchill: „Collar the lot“

10.5.1940 Winston Churchill Premierminister als Nachfolger von Neville Chamberlain; Anordnung Churchills, zur Internierung und Verschiffung außer Landes der etwa 70000 Deutschen und Österreicher in Großbritannien; 60000 von ihnen waren Flüchtlinge.

11.6. -1.8.1940 10000 Männer und 4000 Frauen als „enemy aliens“ interniert in neun Camps auf der Isle of Man

Juli 1940 Innerhalb von 16 Tagen wurden über 10000 Internierte auf fünf Schiffen illegal nach Übersee deportiert

Hans Hoffmann kommt nach Kanada

Braunschweig – Auschwitz

10./11.7.1942 beide Eltern ab Braunschweig auf dem Transport Hamburg/Bielefeld – Berlin nach Auschwitz

Fabrikaktion

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert.

4.3.1943 die Schwester Ursula Proskauerauf dem 34. Osttransport nach Auschwitz

Nachkriegszeit

Hans Hoffmann bleibt in Montreal

Gedenken

2015 Stolpersteine für die Eltern, Schwester Ursula und Hans Hoffmann in Braunschweig

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de938760

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1136306

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420711_Braunschweig.jpg

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de938874

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130308020

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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