Lina Herrmann
*26.6.1911 in Oberemmel; ✡ Oktober 1997 Eilat Haschachar
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Bernhard Herrmann *1846; ✡ 1932;
Mutter Agathe Herrmann *14.11.1867; ✡ ? Theresienstadt
Agathe Herrmann war Bernhards Nichte
Geschwister
Max Herrmann *23.2.1890 in Oberemmel; ✡ 1942 ? in Theresienstadt
Acht weitere Halbgeschwister aus der ersten Ehe des Vaters mit Theresia Isay
Verwandte aus Bochum
Emanuel Herrmann *1.2.1868 in Oberemmel; Synagogendiener, Kantor; ✡14.1. 1925 in Bochum

Hella Hermann *30.1.1924 in Bochum; ✡2018 in La Jolla, California
Beruf Landarbeiterin
Adressen Oberemmel; Köln ; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat 1942 in Kfar Jecheskel Nathan Natali Pasetz/Ben Zwi *1915
Kinder drei
Ester Ben Zwi April 1943; Mai 2005 Eilat Haschachar
Weiterer Lebensweg
Gut Winkel
Lina Herrmann mit Cousine Hella Hermann aus Bochum zur Hachschara als Praktikantin in Gut Winkel, Spreenhagen;
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben
30.6.1938 noch nicht auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;
28.10.1938 keine Verhaftungen in der Polenaktion auf Gut Winkel
10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel
Minderheitenvolkszählung
17.5.1939 Lina Herrmann mit Cousine Hella Hermann in Gut Winkel

September 1939 Lina Herrmann auf der Liste des Landrates von Beeskow für Gut Winkel
Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 4
12.10.1939 Bahnfahrt von Lina Herrmann ab Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien
14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest
6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen
26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA
15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert
22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa
24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung
29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung
29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht
13.2.1940 Registrierung von Lina Herrmann in Athlit; sie gibt Martin Gerson und Lotte Wobser als Referenzen an , als Gemeindeältesten Rabbi Dr. Ochs (Dokument D/628/40/CHU)
18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager
Juli 1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit
16.6.1942 Mutter Agathe aus Köln nach Theresienstadt

7.9.1942 Heirat in Kfar Jecheskel Nathan Natali Pasetz
Nachkriegszeit
Gedenken
Pages of Testimony bei Yad Vashem
Quellen
Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316