Gänger Josef

Josef Gänger

*30.9.1921 in Berlin; ✡  ca 1942 in Polen

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Max Gänger *15.10.1895 in Stanislawow; ✡ Ghetto Tarnow

Mutter Paula Mellinger *23.5.1890 in Tarnow; ✡ ? vor 1944 , Ghetto Tarnow

Geschwister

Ruth Gänger *9.3.1924 in Berlin; ✡  ca 1942 in Polen

Sonja Gänger *7.12.1927 in Berlin

Helene Gänger *14.7.1935 in Berlin

Beruf Landarbeiter

Adressen Berlin, Ackerstraße 162; Rüdnitz, Bernau, Hof Wecker;

Heirat ?

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Das jüdische Umschulungslager Hof Wecker

Josef Gänger ca 1936 zur Hachschara in das jüdische Umschulungslager Hof Wecker beim Bahnhof in der Bahnhofstraße in Rüdnitz bei Bernau. Der Hof Wecker in Rüdnitz, gelegen an der Bahnlinie Berlin Eberswalde in Rüdnitz war im Besitz der Familie Schocken. Leiter war Erich Marx. Die Eheleute Chane und Robert Emmerich sind als Köchin und Hausmeister angestellt.

Es bestand von 1933 bis 1941 und war somit eines der ersten zionistischen Hachscharalager der Jüdischen Jugendhilfe in Brandenburg.

Polenaktion

28.10.1938 Vater Max abgeschoben nach Zbaszyn

Minderheiten-Volkszählung

Josef Gänger nicht registriert

17.5.1939 Ruth Gänger mit der Mutter und den Schwestern Sonja und Helene in Berlin, Ackerstraße 162

17.5.1939 Ruth Gänger in Gut Winkel registriert

Gut Winkel

15.5.1939 Ruth Gänger zur Hachschara als Praktikant in Gut Winkel, Spreenhagen;

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941;

September 1939 Ruth Gänger nicht auf der Liste des Landrates Kreis Beeskow-Storkow für das Gut Winkel, ebenfalls nicht auf der Liste der Ausländer des Landkreises

Es besteht mangels weiterer Nachweise eines Aufenthaltes in Deutschland oder Deportationslisten die Vermutung, dass die Familie dem deportierten Vater noch vor dem 1. September 1939 nachreiste und im Ghetto Tarnow umkam

Niemand hat überlebt.

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1053972

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1240560

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1568936

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1568936

Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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