Gans Ruth

Ruth Henriette Gans

*26.12.1915 in Frankfurt; ✡ ?

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Jesaias Julius Jakob Gans *9.10.1874 in Frankfurt; ✡?

Mutter Johanna Mayer *14.5.1882 in Frankfurt; ✡?

Großeltern Jakob Gans und Jette Koch

Großeltern Heinrich Mayer und Recha Frenkel

Geschwister

Bruder Paul mit Tochter Juliette

Paul Jakob Gans *27.9.1908 in Frankfurt; ✡4.2.1945; oo 1935 in Utrecht mit Klara Nort (1913-1991)

Heinrich Jechiel Gans *3.12.1910 in Frankfurt; ✡? In Beth Hashita; oo Lotte Labovsky

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Frankfurt; Almelo;

Heirat 29.4.1937 in Jerusalem Paul Pinchas Benger *23.1.1915 Oberhausen; ✡ 20.3.2001

Paul Benger in Brummen, verm. zur Hachschara der Deventer Vereeniging

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Ruth Gans nach Flucht in die Niederlande zur Hachschara im Kibbuz Almelo des Dath Waäretz

Kibbuz Franeker

Der 1935 vom Arzt Dr. Jacob und seiner Frau Lina Bramson aus Franeker gegründete Kibbuz der religiösen Zionisten des Misrachi „Dath we Eretz“ bestand bis zu seiner Auflösung durch eine Razzia am 3. November 1941.

Träger Misrachi/ Dath Waäretz; Bachad, 1928 gegründete Jugendorganisation des orthodox-jüdischen Misrachi; das hebräische Akronym בָּחָ״ד BaChaD steht für Brit Chaluzim Datiim, deutsch ‚Bund religiöser Pioniere‘. Die Hachschara Organisation hieß „Dath we Eretz“

29.3. 1934 als erster Chaluz von Franeker  bezieht Wolf Tempel ein Zimmer an der Dijkstraat 1;

April 1935 Anmietung des alten Bahnhofsgebäude am Harlinger Weg 45 für den des Kibbuz Franeker es konnte etwa 25 Bewohner aufnehmen, anfangs waren es 10-15, zuletzt bis zu 30 Chalutzim. Zuvor wohnten die Chaluzim in den Haus Noorderbolwerk 13.

Jacob Bramson kümmerte sich persönlich um die sorgfältige Auswahl die Bauernhof-Stellen.

Die geistliche Betreuung übernahm Oberrabbi Lewinson aus Leeuwarden

17.2.1936 Ruth Gans von Almelo kommend nach Auflösung des dortigen Kibbuz durch den Dath Waäretz angemeldet im religiösen Kibbuz Franeker. Der Kibbuz in Almelo war zuvor von der Hachschara-Organisation des Misrachi Dath ve‘Eretz geschlossen worden.

Sommer 1936 Ruth Gans verlässt den Kibbuz Franeker zur Alija nach Palästina; sie ist zusammen mit Julius Uri Rath und Isaac Asscher und dessen Verlobter Mirjam Kalmus aus Hamburg auf Alija gegangen. Die Gruppe wird von den Chaluzim am Bahnhof der Staatsspoorwegen (SS) in Franeker verabschiedet.

9.9.1936 Ankunft von Ruth Gans auf der SS ITALIA von Triest (Lloyd) in Haifa

Isaac Asscher wurde am 17.8.1936 abgemeldet, Julius Rath bereits am 16.7.1936.

13.10.1937 Ruth Gans erst ein Jahr später abmeldet zusammen mit Fritz Nathansen aus Franeker

Kamp Westerbork

13.7.1944 Bruder Paul mit Frau Klara inhaftiert in der Strafbaracke 67 von Westerbork; vermutlich zuvor als Onderduiker verraten und verhaftet

Straftransport 3.9.1944 von 1019 Gefangenen von Westerbork nach Auschwitz

4.2.1945 Tod von Bruder Paul vermutlich nach der Befreiung von Auschwitz am 27.1.1945

Klara Gans kehrt 1945 nach Amsterdam zurück. Ihre Kinder Jacques und Juliette überleben im Versteck.

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/130290641

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de872691

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Paul%20Gans%201908%22%7D

https://www.myheritage.de/research

https://historischcentrumfraneker.nl/inwoners

http://danielabraham.net/tree/related/dora/

Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020

Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020

Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002

Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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