Benjamin Max

Max Moshe Benjamin

*3.5.1913 in Hamburg; ✡25.3.2005 in Afula

Religion jüdisch

Vater Jacob Benjamin * 8.3.1882 in Friedrichshoff, Ostpreußen; ✡ vor 1944 Minsk

Heirat der Eltern 4.8.1911 in Hamburg

Mutter Bonnette Lyon *27.5.1886 in Hamburg; ✡ 7.5.1942 Kulmhof

Großeltern Emil Lyon und Gilda Cronheim; zweite Ehe mit Recha Meyer

Tante Toni Lyon *6.7.1898 in Hamburg; ✡5.3.1943 in Sobibor

Geschwister

Leonhard Benjamin * 17.6.1916 in Hamburg; San Francisco; ✡ 20.4.1999 in Manila

Beruf Landwirtschaftlicher Volontär

Adressen Hamburg; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam,

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

1918 Naturalisation, Hamburger Staatsangehörigkeit für die ganze Familie

1934 Ausstellung eines deutschen Reisepasses in Hamburg für Max Benjamin

17.5.1939 Vater in Hamburg Werder, Grindelberg 1 bei der Minderheitenzählung

17.5.1939 Mutter in Hamburg Klosterstern, Parkallee 84 bei der Minderheitenzählung

5.10.1936 Max Benjamin von Hamburg zur Hachschara ins Werkdorp Wieringen

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

Anfang 1937 Offizielle Eröffnung der nun fertiggestellten Anlage.

2.1.1938 formelle Ummeldung auf die Gemeinde Wieringermeer

16.3.1938 Ausstellung des Palestine Immigrant Certificate in Rotterdam

28.3.1938 Einreise von Max Benjamin in Haifa mit einem Arbeiter Zertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

30.12.1938 offizielle Abmeldung aus dem JWW zur Hachschara nach Palästina

1.7.1941 Eintritt in die Palestinian Company der Royal Army

Deportationen

17.5.1939 Vater in Hamburg Werder, Grindelberg 1 bei der Minderheitenzählung

17.5.1939 Mutter in Hamburg Klosterstern Parkalle 84 bei der Minderheitenzählung

25.10.1941 Mutter Bonette auf dem Transport von Hamburg ins Ghetto Lodz

8.11.1941 Vater Jacob auf dem Transport mit 967 anderen auf dem zweiten Ham­burger Transport nach Minsk

7.5.1942 Mutter Bonette mit den meisten anderen Hamburgern in das Vernichtungslager Kulmhof abtransportiert; ihr Rückstellungsantrag war abgelehnt worden.

Tante Toni Lyon

17.5.1939 Toni Lyon nach Amsterdam

Toni Lyon arbeitet als Erzieherin im Joodse Meisjes Weeshuis in der Rapenburgerstraat 171 in Amsterdam

11.2.1943 interniert im Polizeilichen Judendurchgangslager Westerbork

2.3.1943 Deportation von Westerbork nach Sobibor

Gedenken

Stolperstein für beide Eltern Hamburg,  Ottersbekallee 27

Pages of Testimony für die Eltern

Grabstein für

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://www.stolpersteine-hamburg.de/?MAIN_ID=7&BIO_ID=1364

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130337111

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Lyon%20Toni%201898%22%7D

https://yvng.yadvashem.org/ad

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

www.werkdorpwieringermeer.nl/

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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