Gumprich Max

Max Gumprich

*11.1.1922 in Calcum, Düsseldorf; ✡ 15.12.2006 in Windsor, Ontario, Kanada

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Hermann Gumprich *21.12.1883 in Borghorst; ✡ 22.11.1968

Mutter Martha Hertz *8.8.1892 in Kaiserswerth (Düsseldorf); ✡ 26.4.1982 in Winnipeg, Kanada

Großvater Zalman Hartog Gumprich *1.8.1852 in Borghorst; 4.11.1938 in Borghorst

Großmutter Sophie Elias *10.5.1951 in Lüdinghausen; 6.12.1887 in Münster

Der Vater hatte 7 Geschwister und 6 Halbgeschwister

Onkel Max Gumprich *8.7.1891 in Münster; kriegsgefallen 18.9.1916 bei Verdun

Tante Friederike Gumprich *23.10.1878 in Münster; ✡ 30.8.1964 in USA

Cousin Rudolf Stern*7.1.1915 in Hohenlimburg; ✡ 30.4.1998 in Las Vegas

Großcousin Rudi Gumprich * 26.12.1923 in Münster; ✡8.3.1945 in Buchenwald

Geschwister

Selma Gumprich *2.3.1923 in Kaiserswerth; ✡19.8.1996 in Winnipeg; oo Eugene Albersheim

Sally Günter Gumprich *6.1.1925 in Kalkum; ✡ 8.11.1944 in Winnipeg

Helmut Gumprich *10.7.1929 in Lochhausen; ✡2016 in Winnipeg

Manfred Fred Gumprich *25.10.1931

Beruf Landwirtschaftlicher Volontär

Adressen Kaiserswerth, Düsseldorf, Alte Landstraße; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam,

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Max wird zu Ehren des kriegsgefallen Onkels Max benannt

Rudolf Stern im Werkdorp

9.4.1937 Cousin Rudolf Stern aus Stadthagen zur Hachschara ins Werkdorp

2.1.1938 Ummeldung aller Bewohner von Barsingerhorn nach Wieringen (formaler Akt)

8.5.1940 Heirat mit Gertrud Spanier

27.7.1940 Emigration nach Großbritannien

Novemberpogrom, Flucht in die Niederlande

10.11.1938

19.11.1938 Flucht der Eltern mit Max sowie den vier Geschwister nach Gronau, wo sie zunächst nicht einreisen dürfen. Vater Hermann schreibt ein Telegramm an Ministerpräsident Colijn; nach dessen Zustimmung können sie nach Enschede einreisen.

19.11.1938 die fünf Geschwister kommen ins Ons Boschhuis, Arnhemschebovenweg 235, Driebergen-Rijssenburg

Huize Kraaybeek, Hoofdstraat 63, Driebergen

Schwester Selma verbleibt im Huize Kraaybeek; die jüngeren Brüder Fred und Helmut dürfen später zu den Eltern nach Rotterdam, Bellenogstr 31

Werkdorp Nieuwe Sluis

29.11.1939 Max und Gunter angemeldet zur Hachschara ins Joodse Werkdorp Wieringermeer

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

23.3.1940 Ausreise nach Kanada

3.5.1940 offiziell abgemeldet nach Kanada

Die Eltern und alle fünf Geschwister haben überlebt.

Gedenken

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

http://dokin.nl/surviving_children/max-gumprich-born-10-jan-1922/

http://dokin.nl/surviving-children/Selma-Gumprich-born-2-Mar-1923

http://dokin.nl/surviving-children/Gunther-Gumprich-born-7-Jan-1925

http://dokin.nl/surviving-children/Gustav-Helmut-Gumprich-born-10-Jul-1929

http://dokin.nl/surviving-children/Isaak-Manfred-Gumprich-born-25-Oct-1931

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316Henny E. Dominicus, Mauthausen, een gedenkboek, Amsterdam 1999

https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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