Ruth Karoline Schwarz
*31.1.1927 in Dortmund-Dorstfeld; ✡ 7.9.1942 in Kulmhof
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Otto Schwarz *18.10.1889 in Esch✡7.9.1942 in Kulmhof
Mutter Frieda Hirsch *20.6.1889 in Kobern; ✡ 7.9.1942 in Kulmhof
Geschwister
Berthold Schwarz *10.12.1913 in Dortmund; ✡ ?
Hugo Schwarz *9.10.1915 in Dortmund; ✡ 18.7.1948 in Jaba, Haifa
Herbert Schwarz * 4.12.1921 in Dortmund; ✡ 1.11.1981 in Naharija
Beruf Hauswirtschaftliche Praktikantin
Adressen Dortmund; Düsseldorf, Grafenberger Allee 78; Rüdnitz; Friedersdorf
Heirat ledig
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Ca 1933 Umzug der Familie nach Köln
5.5.1938 Umzug der Familie nach Düsseldorf, Grafenberger Allee 78; Vater Otto als Konditor und Gastwirt der Loge Düsseldorf
Novemberpogrom
10.11.1938 Überfall in der Wohnung mit schwerer Mißhandlung, Verwüstung und Plünderung.
Flucht zur Verwandten in Cochem/Mosel
8.2.1939 zurück nach Düsseldorf, Steinstraße 60
17.5.1939 bei Minderheiten-Volkszählung
Das jüdische Umschulungslager Hof Wecker in Rüdnitz
Juni 1939 Bruder Herbert Schwarz zur Hachschara in das jüdische Umschulungslager Hof Wecker beim Bahnhof in der Bahnhofstraße in Rüdnitz bei Bernau. Der Hof Wecker in Rüdnitz, gelegen an der Bahnlinie Berlin Eberswalde in Rüdnitz war im Besitz der Familie Schocken. Leiter war Erich Marx. Die Eheleute Chane und Robert Emmerich sind als Köchin und Hausmeister angestellt.
Er bestand von 1933 bis 1941 und war somit eines der ersten zionistischen Hachscharalager der Jüdischen Jugendhilfe in Brandenburg.
Die Alija Beth auf der SS HILDE – Sonderhachschara 2
Sommer 1939 Bruder Herbert Schwarz zum Vorbereitungskurs auf die Alija Beth ins Gut Skaby bei Friedersdorf
Herbert Schwarz und Max Schneider aus Gut Skaby zusammen mit den Chaluzim aus Gut Winkel Bahnfahrt von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien
29.1.1940 Ankunft der SS HILDE in Haifa nach Abschluß von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung
Die Brüder Hugo und Berthold können ebenfalls nach Palästina emigrieren.
Ruth Schwarz war zeitweilig auch in Rüdnitz und Friedersdorf gemeldet
Juli 1941 als angestellte Haushilfe bei Dr. Meyer, Düsseldorf, Duisburger Straße 77
Als ihre Eltern den Deportationsbefehl erhalten, geht sie mit den Eltern auf den Transport
Düsseldorf – Ghetto Lodz

27.10.1941 Ruth Schwarz mit den Eltern ab Düsseldorf ins Ghetto Lodz
September 1942 Ruth Schwarz mit den Eltern aus dem Ghetto Lodz in das Vernichtungslager Kulmhof
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de970336
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de970630
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de970690
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-47.jpg
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11198872
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/82492238
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/71187332
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch
Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten
Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/ort/13.pdf
Ezra Ben Gershôm David. Aufzeichnungen eines Überlebenden, Evangelische Verlagsanstalt 1989
Joel König (Ezra Ben Gershom), Den Netzen entronnen, Vandenhoeck u. Ruprecht 1967
Bettina Götze, Rathenow, in: Irene Annemarie Diekmann (Hrsg.), Jüdisches Brandenburg. Verlag für Berlin-Brandenburg 2008. S. 304–328