Guggenheim Mathilde

Mathilde Guggenheim geb. Veit

*7.7.1889 in Gailingen, Konstanz; ✡4.5.1942 in Kulmhof

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Samuel Veit *11.7.1862 in Gailingen; ✡2.7.1922 in Gailingen

Mutter Fanny Moos *3.5.1867 in Gailingen; ✡2.3.1935 in Gailingen

Geschwister

Selma Guggenheim *27.6.1889 in Gailingen; ✡17.7.1943 in Sobibor; oo Philipp Wolferts (1881-1943)

Beruf Hausfrau

Adressen Gailingen; Nürnberg; Konstanz, Saarlandstraße 4; Havelberg; Berlin, Schöneberg, Berchtesgadener Str. 4

Heirat 2.8.1909 Karl Guggenheim *31.8.1879 in Randegg; ✡11.6.1931 in Nürnberg

Kinder

Herbert Guggenheim *4.5.1910 in Nürnberg

Julius Kurt Guggenheim *15.4.1911 in Nürnberg; Flora Weinberger

Walter Guggenheim *14.3.1914 in Nürnberg;¸oo Ruth Guggenheim *30.6.1914 in Osnabrück

Weiterer Lebensweg

11.6.1931 Tod des Ehemannes in Nürnberg

Mathilde Guggenheim zur Familie nach Konstanz

Flucht nach Italien

12.6.1934 Passausstellung für Kurt Guggenheim in Mailand

16.2.1936 Ankunft von Bruder Kurt auf der SS TEL AVIV in Haifa mit einem Kapitalistenzertifikat der Kategorie A(1)

13.4.1936 Einreise von Flora Weinberger als Familienmitglied mit einem Zertifikat der Kategorie D

4.6.1940 Einbürgerung von Kurt und Chana Guggenheim in Palästina

Landwerk Havelberg

Gut Winkel

Walter und Ruth Guggenheim zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 jüdische Bewohner erfasst.

17. Mai 1939 Ruth und Walter Guggenheim im Lehrgut Winkel

September 1939 Walter und Ruth Guggenheim auf der Bewohnerliste von Lehrgut Winkel

Alija Beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 2

Oktober 1939 Sohn Walter mit Frau Ruth auf der Donauroute mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluß von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

29.7.1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Als Wohnadresse geben sie den Bruder Kurt Guggenheim an.

Berlin-Ghetto Lodz

Umzug nach Berlin, Schöneberg, in die Berchtesgadener Str. 4; vermutlich zu Herbert Guggenheim (*1888 in Berlin) oder als Hauswirtschafterin zu Dr. Max Schirokauer in die Berchtesgadener Str. 4; das Gebäude wurde bei Bombenangriffen vollständig zerstört; hier wohnten u.a. Heinrich Heymann aus Haltern und seine Ehefrau Frida Archenhold aus Bochum

das Gebäude wurde bei Bombenangriffen vollständig zerstört

24.10.1941Mathilde Guggenheim auf dem II. Osttransport von Berlin nach Lodz

4.5.1942 Mathilde Guggenheim aus dem Ghetto Lodz in das Vernichtungslager Kulmhof

Gedenken

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Guggenheim%201889%22%7D

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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