Hartoch Ernst

Ernst Eliezer Hartoch

*3.12.1911 in Essen; ✡ 8.5.1999 Israel

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Carl Hartoch *4.11.1869 in Aachen; ✡28.3.1943 Thresienstadt

Mutter Laura Schürmann *1.1.1874 in Osnabrück; ✡ 30.5.1938 in Essen

Geschwister

Wilhelmine Hartoch *17.6.1900 in Köln; ✡ 30.9.1942 in Auschwitz; ooSamuel Rosenkranz

Olga Hartog *25.9.1901 in Köln; ✡ Jan 1943 Auschwitz; oo Gelles

Johanna Hartoch *30.6.1903 in Köln; ✡ 1.10.1942 Majdanek; oo Sally Lichtenstein

Fritz Hartoch *26.12.1904 in Essen; 4.9.1954 in Israel; oo Aliza Leischmann

Alice Lolo Hartoch *12.8.1907 in Essen; ✡ 13.2.2006 Israel

Edith Hartoch *1.10.1909 in Essen; ✡ 5.5.2010 Israel

Beruf

Adressen Essen; Urfeld;

Heirat

Sara Potaschmacher *19.7.1907/1909 in Tarnow, Krakau; ✡ ?.

Die Ehe wird geschieden

Zweite Ehe von Ernst Hartoch mit Edith Judith Bernfeld *21.5.1925 in Berlin

17.10.1947 Zweite Ehe von Sara Potaschmacher mit Bruno Lechner *1910

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hachschara in Urfeld

Dezember 1935 Sara Saly Potaschmacher zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von 1933 bis 1938/39 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren.  Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

Ernst Hartog vermutlich auch bis 1937 in Urfeld

Alija von Sara und Ernst Hartoch

23.8.1933 Passausstellung für Ernst Hartoch in Essen

16.3.1937 Passausstellung für Sara Potaschmacher im benachbarten Bornheim

12.4.1937 Einreise von Sara und Ernst Hartoch mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS

5.2.1942 Einbürgerung von Sara und Ernst Hartoch in Palästina

Nachkriegszeit

„Wiedergutmachung“

1958-1960 (1973), in der Akte von Sara Potaschmacher u.a. Bescheid über die Gewährung der Ansprüche für Schaden in der Ausbildung

Gedenken

Quellen

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB) – 07620 – 09

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://eastlothianatwar.co.uk/Whittingehame%20Farm%20School.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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