
Berthold Baruch Brockmann
*2.4.1923 in Berlin; ✡ 20.2.1991 in Haifa
Staatsangehörigkeit staatenlos
Religion jüdisch
Vater Juda Adolf Aaron Brockmann *?; ✡ 8.7.1938 in Berlin

Mutter Leah Lilly Messer *1896 ; ✡ vor 1945
Großeltern Efraim und Mina Messer
Geschwister –
Beruf landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Berlin, Auguststraße 33 a; Urfeld;
Heirat 25.1.1947 in Haifa Sara Rosengarten *1927
Kinder –
Weiterer Lebensweg
29.4.1930 Einschulung von Berthold Brockmann in die Volksschule

19.3.1937 Ausschulung mit 14 Jahren
Die Mutter Lea – Schauspielerin – flieht nach Prag

Bis zum Tode des Vaters am 8.7.1938 in Berlin lebt er bei ihm, dann Polenzwerder
Hachschara in Polenzwerder
14.4.1938 Ausstellung eines Fremdenpasses für Berthold Brockmann in Berlin
12.8.1938 Berthold Brockmann zur Hachschara in das Lager Polenzwerder bei Eberswalde

Hachschara in Urfeld
24.10.1938 Berthold Brockmann von Polenzwerder zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
Alija
20.3.1939 Berthold Brockmann abgemeldet aus Urfeld nach Palästina

27.3.1939 Ankunft von Berthold Brockmann auf der SS GALILEA von Triest nach Haifa
Nachkriegszeit
Berthold Brockmann
Gedenken
10.6.1999 Page of Testimony für die Mutter Lea von seiner Ehefrau Sara Brockmann-
Quellen
StA Bornheim, Slg Zerlett
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/12649921
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11208211
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1032488
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History