Hanna Chana Goldstein
*21.8.1921 in Lodz; ✡ 1993 in Israel
Staatsangehörigkeit polnisch, staatenlos
Religion jüdisch
Vater Jakob Leib Goldstein *18.8.1886 in Mszczonow, Warschau; ✡ 1943 in Lodz oder Auschwitz
Mutter Blima Friedrich *15.7.1885 Wiskitki, Warschau; ✡ 11.7.1933 Falkenstein
Tante Scheindla Goldstein *1900 in Lodz; Belgien; Mechelen; 1942 Auschwitz
Geschwister
Alex Abraham Goldstein *17.7.1915 in Ellefeld; überlebt Auschwitz, Flossenbürg, Dachau
Lene Goldstein *4.6.1917 in Ellefeld; überlebt
Moses Goldstein
Beruf Landarbeiterin
Adressen Lodz; Falkenstein, Vogtland; Urfeld;
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Hachschara in Urfeld
14.7.1938 Anna Goldstein von Falkenstein zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
1.9.1938 Anna Goldstein abgemeldet aus Urfeld nach Falkenstein
Alija

21.10.1938 Einreise von Hannah Goldstein auf der SS JERUSALEM in Haifa
Polenaktion
28.10.1938 Vater Jakob ausgewiesen nach Zbaszyn; später im Ghetto Lodz
Gedenken
Quellen
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History