Kuch Leonhard

Leonhard Hardy Kuch geb. Leibstein

*23.1.1915 in Lemberg; ✡ ?.

Staatsangehörigkeit staatenlos

Religion jüdisch

Vater Jakob Josef Kuch *4.2.1884 in Lodz; 1.1.1943 in Auschwitz

Mutter Josefine Leibstein *17.12.1886 in Lemberg ✡ 1.3.1943 in Auschwitz

Geschwister

Beruf  Dekorateur; Landarbeiter

Adressen Leipzig; Emden; Urfeld;

Heirat ? Scheindel Korn *10.2.1912 in Hannover;

Kinder

Josef Kuch

Weiterer Lebensweg

Hachschara in Urfeld

116.11.1935 Leonhard Kuch von Emden zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war

der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

28.9.1936 Leonhard Kuch abgemeldet aus Urfeld nach Leipzig

Die zweite Polenaktion

1.9.1939 Überfall der Wehrmacht auf Polen

7.9.1939 reichsweite Verhaftung jüdischer Männer mit polnischen Wurzeln als „feindliche Ausländer“

Anfang September Vater Jakob verhaftet, Polizeigefängnis Leipzig

6.10.1939 Vater Jakob überstellt in ein Gefängnis oder Zuchthaus,

14.11.1942 Vater Jakob nach Ende der Haft ab Leipzig in das KL Auschwitz

1.1.1943 Tod des Vaters in Auschwitz

Berlin-Auschwitz

17.2.1943 Verbringung der Mutter nach Berlin in das Sammellager Große Hamburger Straße

26.2.1943 Mutter Josephine Kuch auf dem 30 Osttransport von Berlin nach Auschwitz

Nachkriegszeit

Gedenken

Quellen

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/129825680

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de906281

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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