
Hermann Friedmann
*4.10.1904 in Sanok;✡ ?.
Staatsangehörigkeit polnisch
Religion jüdisch
Vater unbekannt
Mutter unbekannt; ✡ ?
Geschwister unbekannt
Eventuell verwandt
Hillel Heinz Friedmann*22.11.1922 in Berlin oder Köln-Mülheim; ✡19.1 1945 in Jawischowitz
Beruf
Adressen Sanok; Köln; Urfeld; Hattenhof

Heirat Sofia Deresiewicz *25.6.1910 in Tylawa
Kinder –
–
Weiterer Lebensweg
30.5.1934 Ausstellung eines Passes in der polnischen Botschaft in Essen
10.9.1935 Ausstellung eines Passes in der polnischen Botschaft in Frankfurt
Hachschara in Urfeld
22.10.1934 Hermann Friedmann aus Köln zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
3.12.1934 Hermann Friedmann und Max Rennert gemeinsam abgemeldet aus Urfeld nach „Hattendorf“; hier ist vermutlich der Gehringshof bei Hattenhof gemeint
28.10.1935 Ankunft von Hermann Friedmann und Frau Sofia in Haifa mit einem Kapitalisten-Zertifikat der Kategorie (A(1)
Eintritt von Hermann Friedmann in die Palestinian Police
Nachkriegszeit
14.1.1946 Einbürgerung von Hermann und Sofia Friedmann in Palästina
Gedenken –
Quellen
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History