Selma Rübenfeld
*22.5.1915 in Hannover; ✡ 1.10.1991 in Los Alamitos USA.
Staatsangehörigkeit (polnisch) staatenlos
Religion jüdisch
Vater Adolf Abraham Rübenfeld *6.5.1878 in Jesonka; ✡23.3.1945 in Tel Aviv
Heirat der Eltern 17.9.1905 in Lukanowice
Mutter Laja Potaschmacher *29.2.1880 in Tarnow; ✡ Mai 1956 in Pardes Hannah-Karkur
Geschwister
Rifka Regina Rübenfeld *2/1909 in Mannheim; ✡16.12.1959 in Johannesburg; oo Weinberg
Max Meir Rübenfeld *29.4.1910 in Mannheim; ✡ Israel

Sali Schlomo Rübenfeld *29.4.1912 in Hannover; ✡ Israel; oo Basche Frühmann
Cousine (verm.) Sara Potaschmacher *19.7.1907/1909 in Tarnow, Krakau
Beruf Landarbeiterin
Adressen Hannover; Urfeld; Brüssel; Paris
Heirat Walter Nathan *18.4.1914 in Sehnrath, Kerpen; ✡5.7.1985 in Long Beach
Kinder
Viviane Nathan *1940 in Frankreich
Ernest Nathan *3.2.1946 in Brüssel; 28.10.2011
Weiterer Lebensweg
3.2.1935 Bruder Sali aus Magdeburg nach Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
Hachschara in Urfeld
17.12.1935 Sara Saly Potaschmacher von Hannover zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling
11.2.1936 Selma Rübenfeld von Hannover zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld ; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
13.8.1936 Selma Rübenfeld abgemeldet aus Urfeld nach Nürnberg
Emigration nach Belgien und Frankreich
Flucht von Selma und Walter Nathan nach Brüssel
Flucht von Selma und Walter Nathan nach Frankreich
1944 Befreiung von Paris; Selma, Viviane und Walter Nathan überleben die Besetzung
Nachkriegszeit


8.10.1949 Einreise von Selma und Walter Nathan mit den Kindern Viviane und Ernst in New York
1.4.1950 bei US Census in Philadelphia
Gedenken
Quellen
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History