
Sara Saly Potaschmacher
*19.7.1907/1909 in Tarnow, Krakau; ✡ ?.
Staatsangehörigkeit polnisch
Religion jüdisch
Vater Abraham Mayer Potaschmacher *10.6.1877; ✡ 1926
Mutter Freide Sufrin *3.2.1883 in Tyczyn; ✡ ?
Geschwister
Lea Potaschmacher *18.6.1913 in Tarnow; oo Zinger

Josef Potaschmacher *1.12.1922 in Hannover; 29.1.2011 in Rishon LeZion; oo Jampolski
Halbschwester aus erster Ehe der Mutter
Ryfka Friedmann *23.2.1904 inTarnow; oo Hornig; oo Berl Zwirn (*18.1.1896 Tyczyn)
Cousine
Cäcilie Lustig *15.8.1907 in Tarnow; 15.1.1999 in Tel Aviv; oo Abraham Bickel
Beruf –
Adressen Tarnow; Hannover; Urfeld;
Heirat

Ernst Eliezer Hartoch *3.12.1911 in Essen; ✡ 8.5.1999 Israel
Die Ehe wird geschieden

17.10.1947 Zweite Ehe von Sara Potaschmacher mit Bruno Lechner *1910
Zweite Ehe von Ernst Hartoch mit Edith Judith Bernfeld *21.5.1925 in Berlin
Kinder
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Weiterer Lebensweg

22.1.1920 Einwanderung mit der Familie von Tarnow nach Hannover
1934 Entlassung aus der Ausbildung als Laborantin im Städtischen Krankenhaus Hannover
Hachschara in Urfeld
Dezember 1935 Sara Potaschmacher zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von 1933 bis 1938/39 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
Alija von Sara und Ernst Hartoch
23.8.1933 Passausstellung für Ernst Hartoch in Essen
16.3.1937 Passausstellung für Sara Potaschmacher im benachbarten Bornheim
12.4.1937 Einreise von Sara und Ernst Hartoch mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS
5.2.1942 Einbürgerung von Sara und Ernst Hartoch in Palästina
Polenaktion

28.10.1938 Schwager Berl Zwirn nach Zbaszyn, Polen abgeschoben
Kindertransport
BruderJosef Potaschmacher mit Kindertransport nach England
BruderJosef zur Whittingehame Farm School
6.3.1940 Einreise von BruderJosef in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)
Nachkriegszeit
„Wiedergutmachung“
1958-1960 (1973), in der Akte u.a. Bescheid über die Gewährung der Ansprüche für Schaden in der Ausbildung
Gedenken
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Quellen
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB) – 07620 – 09
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://eastlothianatwar.co.uk/Whittingehame%20Farm%20School.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History