Lemberger Sally

Sally Shaul Lemberger

*24.4.1923 in Krakau; ✡ ? in Berlin

Nicht zu verwechseln mit Sally Lemberger * 29.11.1923 in Rexingen; ✡ 2009 Baltimore

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Hermann Zwi Henry Heinrich Lemberger; ✡ vor 1933

Mutter Else Ester Moschkowitz *1.4.1895 in Niwka; ✡ 1943 in Auschwitz

Geschwister

Peppi Lemberger *1.8.1920; ✡ 2010; oo Siegbert Senser (1919-1990)

Beruf

Adressen Krakau; Berlin, Auguststraße 14; Urfeld;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

9.4.1929 Einschulung Jüdische Volksschule

Kinderheim Ahawa in Berlin, Auguststraße 14, vermutlich nach dem Tod des Vaters

Hachschara in Urfeld

Sally Lemberger zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von 1933 bis 1938/39 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für ca 60 Jugendliche über 18 Jahren.  Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg), finanziert von dem jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

Anfang 1938 auch mittlere Hachschara für 15–17-Jährige Chaluzim.

1940 Alija nach Palästina

1.4.1940 Ankunft von Sally Lemberger auf der SS PROVIDENCE in Haifa

Minderheitenzählung

17.5.1939 Mutter Ester in Berlin Münzstraße 15; verwitwet

4.8.1943 Mutter Ester, zuletzt Oranienburger Straße 90, auf dem 40. Osttransport von Berlin nach Auschwitz

Nachkriegszeit

Rückkehr nach Berlin

„Wiedergutmachung“

1958-1960 (1973) Akte enthält Ermittlungsbericht zum Antrag auf Entschädigung für Schaden in der Ausbildung

Gedenken

Quellen

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB) – 07620 – 12

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/127212954

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/12663638

https://collections.arolsen-archives.org/en/document/127212959

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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