Berger Hermann

Hermann Leopold/ Chaim Berger

*5.1.1918 in Niederzissen; ✡ 17.2.1962 in Haifa

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Salomon Berger *6.6.1886 in Niederzissen; ✡1932 in Siegburg

Heirat der Eltern 29.2.1912 in Niederzissen

Mutter Elisabeth geb. Berger *14.3.1885; ✡ 24.7.1942 in Blagowtschina

Geschwister

Adolf Adi Berger *18.9.1913 in Niederzissen; ✡1.1.1974 Israel; oo Margot Cernik

Albert Berger *3.5.1919 in Bonn; ✡ 21.2.1944 in Auschwitz Monowitz

Beruf Landwirtschaftlicher Arbeiter

Adressen Niederzissen; Bonn; Siegburg; Flensburg; Kwuzat Massad, EinHarod

Heirat 22.8.1942 in Haifa mit Anne Oppenheimer *9.5.1919 in Stuttgart; ✡12.10.1914 in Haifa

Kinder

Daniela Berger; oo Ram

Irit Berger; oo Gal

Weiterer Lebensweg

1932 Tod des Vaters Salomon

Hachschara und Alija der Brüder

Jägerslust, Flensburg. 1936-1937. vl. Lagerleiter Alexander Wolff, Erna Weinert, Frau Käte Wolff, Hermann Berger, Gerhard Chaim, Adi Sporn, Josef Lustig; Foto Richard Hausmann, Eric S. Hausmann

1936-37 Hermann zur Hachschara in das Gut Jägerslust bei Flensburg

2.8.1937 Einreise von Bruder Adi mit Hechaluz Arbeiterzertifikat C/LS in Haifa sowie Margot als seine Ehefrau mit Zertifikat C (two); das Paar hatte sich vermutlich auf Hachschara im Beth Chaluz Breslau kennengelernt

von rechts Adi Sporn, Hermann Berger und Franz Kaufmann

In Jägerslust gehörte Hermann Berger mit Franz Kaufmann und Adi Sporn zur „Mikwe Gruppe“. Die drei planten gemeinsam an der Landwirtschaftsschule „Mikwe“ in Palästina zu studieren

10.2.1938 Passausstellung für Hermann Berger in Siegburg

28.2.1938 Ankunft von Hermann zusammen mit Asi Sporn nach Palästina

7.6.1938 Bruder Albert Berger zur Hachschara in das Gut Jägerslust bei Flensburg

9.1.1940 Einreise von Anne Oppenheimer in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija, Kategorie B(III), zuvor in Hamburg

25.10.1940 Einbürgerung von Hermann Berger in Palästina

Novemberpogrom auf Gut Jägerslust

10.11.1938 Bruder Albert Berger verhaftet als „Jägerslust“ von einem Mob unter Führung des Flensburger Polizeipräsidenten SS-Standartenführer Hinrich Möller überfallen, er wird mit 10 weiteren Chaluzim im Polizeigefängnis von Kiel eingesperrt. Die Frauen kommen ins Gerichtsgefängnis in Flensburg im Südergraben und werden nach einem Tag entlassen.

„Schutzhaft“ in Sachsenhausen

28.12.1938 Entlassung von Albert aus dem KL Sachsenhausen

Niederlande

12.1.1939 Flucht von Bruder Albert nach Deventer, zur Deventer-Vereniging

Oktober 1939 Albert von Almelo nach Weerselo

Mitte November Wechsel nach Deventer in das Beth Chaloets  „De Korenbloem“, einem früheren Cafe, der Zentrale der Zionisten in Deventer in der Papenstraat 45

Wechsel nach Assen

10.5.1940 Überfall der Wehrmacht auf die Niederlande

September 1941 angemeldet in Boekelo Veldbeekweg 5

5.10.1942 Internierung von Albert Berger im Polizeilichen Judendurchgangslager Westerbork

14.10.1943 Deportation von Albert mit einem Auschwitztransport aus Westerbork

16.2.1943 Albert Berger an der Rampe zur Zwangsarbeit für BUNA-Monowitz selektiert

21.2.1944 Tod von Bruder Albert in Auschwitz Monowitz

Massenerschießung in Blagowtschina

23.6.1941-19.7.1942 Mutter Elisabeth zwangsinterniert im Lager Much

19.7.1941 Verbringung der Lagerinsassen nach Köln-Deutz, Westhalle der Messehalle,

20.7.1942 Mutter Elisabeth Berger auf dem Transport DA 219 von Köln nach Minsk

24.7.1942 Massenerschießung des gesamten Transportes im Wald von Blagowtschina

Quellen

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de840426

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de840490

https://www.joodsmonument.nl/nl/page/137651/albert-berger

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420720_50.jpg

https://yvng.yadvashem.org/ad

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://www.joodsmonument.nl/en/page/137623/haimer-s-esch

https://infocenters.co.il/gfh/list.asp

http://sjoel-enschede.nl/s/b/hachsjara.asp

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My