Cheim Gerhard

Gerhard Cheim

*31.1.1912 in Wreschen; ✡ 29.10.1971 Israel

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Max Moses Cheim *17.7.1876 in Wreschen; ✡?

Mutter   ?

Geschwister

Leo Cheim *13.4.1906 in Krojanke

Hugo Cheim *5.9.1907 in Wreschen

Martin Cheim *12.6.1923 in Breslau

Beruf

Adressen Breslau; Hof Jägerslust bei Flensburg; Köln; Barranquilla, Carrera 35#29-17

Heirat 5.4.1938 in Köln mit Dora Herbst *28.11.1913 in Antwerpen; ✡27.2.1951

Kinder

Zwi Harry Cheim *1.7.1938 in Köln; ✡26.9.2019 in Kfar Jona

Manuel/Emanuel Cheim 21.9.1941 in Barranquilla; ✡29.5.2026 in Kfar Saba; oo Segal

Weiterer Lebensweg

Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg

1936/37 Gerhard Chaim zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof bei Flensburg

Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg

Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.

1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.

1936 Bau eines Wohnhaus für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird

von links Alexander Wolff, Erna Weinert, Frau Käte Wolff, Chaim (Hermann) Berger, Gerhard Cheim, Adi Sporn, Josef Lustig.
Jägerslust, Flensburg. 1936/37; Richard Hausmann, courtesy of Eric S. Hausmann

Köln

April 1938 Heirat mit Dora Herbst in Köln

13.6.1938 Ausstellung eines Reisepass in Köln

1.7.1938 Geburt des Sohnes Harry in Köln

19.9.1938 abgemeldet aus Köln

Kolumbien

12.10.1938 Gerhard und Dora Cheim mit einem Einjahres-Visum nach Kolumbien

Ab 1939 bis zur Alija 1951 illegal in Barranquila

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Vater Max mit Leo, Hugo und Martin Cheim in Breslau, Freiburger Straße 19

17.5.1939 Bruder Leo im Zwangsarbeiterlager der Reichs-Umsiedlungs-Gesellschaft REGUS in Werlte Molkereistr. 82

Deportationen

13.4.1942 Vater Max und Bruder Hugo von Breslau ins Ghetto Izbica

2.4.1943 Bruder Leo Cheim von Breslau nach Theresienstadt

Alija

27.2.1951 Einreise von Gerhard und Dora Cheim mit den beiden Söhnen nach Israel

1.2.1953 Tod von Dora Cheim in Israel

Gedenken

Quellen

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de897209

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-Wuppertal2.jpg

https://collections.yadvashem.org/de/names/9320650

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My