Leiser Ehrenfried

Ehrenfried Leiser

*30.7.1911 in Kreuz, Ostbahn/Posen; ✡ ?

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater  unbekannt Leiser

Mutter Margarete Leiser geb. Schleich *9.1.1884 in Lukatz; ✡ 18.8.1942 in Riga

Geschwister ?

Beruf Praktikant

Adressen Kreuz; Stuttgart, Gartenstraße 30;

Heirat Anni Bloch *13.3.1905 in Sülzburg; 1944 in Stutthof

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hachschara im Beth Chaluz Stuttgart

Ehrenfried Leiser zur Hachschara nach Stuttgart.

Seit Mitte der 1930er Jahre befand sich im Gemeindehaus der jüdischen Gemeinde Stuttgart in der Gartenstraße 30 ein Lehrlingsheim, auch Beth Chaluz genannt.

1937/1938 war hier Martin Studinski Madrich; zuvor im Kibbuz Jägerslust und Urfeld

Novemberpogrom

10.11.1938 Ehrenfried Leiser in Stuttgart, Gartenstraße 30 mit einer Gruppe von acht dort wohnenden etwa gleichaltrigen Juden aus ganz Deutschland verhaftet (Kibbuz-Wohngemeinschaft); sie werden ins Polizeigefängnis in der Büchsenstraße gebracht

13.11.1938 Internierung im KL Dachau, Häftlingsnummer 24190

28.12.1938 Entlassung aus dem KL Dachau

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Ehrenfried Leiser in Stuttgart, Frühlingshalde 10

17.5.1939 Mutter Margarete Leiser in Pyritz, Kleine Wollweberstr. 28

23.12.1939 Umzug der Mutter nach Berlin zu ihren Verwandten Schleich, Flensburger Straße 10

Stuttgart- Riga

26.11.1941 Beginn der Internierung in den Ausstellungshallen auf dem Killesberg Stuttgart

1.12.1941 Ehrenfried und Anni Leiser auf dem Transport vom Inneren Nordbahnhof Stuttgart nach Riga

4.12.1941 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Lager Jungfernhof

18.12.1942 500 junge Männer aus dem Jungfernhof zum Aufbau nach Salaspils

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung vermutlich auf der Lenta.

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

15.7. 1944 Krebsbach-Aktion

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

Stutthof

9.8.1944 Ankunft von Anni Leiser-Bloch in Stutthof

Berlin – Riga – Bikernieki

15.8.1942 Mutter Margarete aus Berlin, Mitte Gipsstraße 12 a auf dem Transport von 938 Juden aus Berlin nach Riga

18.8.1942 Massenerschießung des gesamten Berliner Transportes im Hochwald von Bikernieki

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130429548

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/10694049

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11200928

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411201_Stuttgart38.jpg

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1489989

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1101029

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11243291

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127204881

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 7264); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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