Schalit Sina

Sina Schalit

*15.3.1920 in Grodek; ✡ März 1943 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Meir Schalit *25.11.1864 in Dinaburg, Lettland; ✡ 6.3.1940 in Sachsenhausen

Mutter Sara; ✡

Geschwister

Rosa Schalit *10.2.1917 ; ✡ ; oo Meyer

Albert Uri Schalit *21.5.1922 in Chemnitz

Beruf Landarbeiter

Adressen Grodek; Chemnitz ; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat Erich Israel Maas *3.9.1921 in Koblenz; ✡ 1943 in Auschwitz

Kinder

Weiterer Lebensweg

19.5.1937 Ausstellung eines Fremdenpass für Bruder Albert in Chemnitz

7.12.1938 Bruder Albert zur Hachschara ins Landwerk Ahrensdorf

27.2.1939 Einreise von Bruder Albert in Tel Aviv mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Sina Schalit mit Vater Meir in Chemnitz

17.5.1939 Erich Maas in Oels, Ring 23 II zur Untermiete bei Willi und Margarethe Bernstein

September 1939 Sina Schalit und Erich Maas nicht auf den Namenlisten verschiedener Gemeinden im Landkreis Beeskow-Storkow

Vater Meir Schalit inhaftiert in der Untersuchungshaftanstalt II in Leipzig

6.3.1940 Tod des Vaters in Sachsenhausen

Gut Winkel

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

19. Juni 1941 Auflösung Gut Winkel wird vom Hachschara- zum Arbeitseinsatzlager

5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“

1943 vermutlich vor der Deportation Heirat mit Sina Schalit

Fabrikaktion – 31. Osttransport nach Auschwitz

1943 noch etwa 20 Chawerim im Arbeitseinsatzlager Gut Winkel, Spreenhagen

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

27.2.1943 Räumung des Arbeitseinsatzlagers Gut Winkel; Verbringung der Inhaftierten ins Sammellager nach Berlin, Große Hamburger Straße

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert.

2.3.1943 Fernschreiben des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamts (SS-WVHA) an den Lagerkommandanten von Auschwitz:

„Wie dort bekannt, beginnen am 1.3.43 die Judentransporte aus Berlin. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß sich bei diesen Transporten etwa 15000 vollkommen arbeitsfähige, gesunde Juden befinden, die bisher in der Berliner Rüstungsindustrie gearbeitet haben. Auf ihre weitere Arbeitsverwendungsfähigkeit ist mit allen Mitteln Wert zu legen.“


1.3.1943 Sina und Erich Maas aus Gut Winkel auf dem 31. Osttransport mit 3222 Juden von Berlin nach Auschwitz; unter den 19 Chawerim sind 8 Ehepaare

Bei der Ankunft an der Rampe von Auschwitz werden 677 Frauen und Männer zur Zwangsarbeit ins Lager selektiert; vergeben werden die Häftlingsnummern: 36546 – 36930 (385 Frauen) und 104598 – 104889 (292 Männer). Von den 19 Chawerim erhalten nur 4 eine Häftlingsnummern

Heinz Kosiner 104787, Max Lindenstraus, Arno Michlowitz 104837, Rudi Moses 104831

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en926683

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en963546

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212452

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/12671855

https://victims.auschwitz.org/victims

Danuta Czech, Auschwitz Chronicle 1949-1945, Henry Holt and Company, Inc., New York 1990

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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