Rudolf Paul Axmann
*24.1.1919 in Berlin; ✡ ?
Staatsangehörigkeit polnisch;staatenlos
Religion jüdisch
Vater Kurt Axmann *18.8.1894 in Berlin; ✡ ?
Mutter Rosa Kirschner *1.1.1893 in Berlin; ✡ ?
Geschwister
Hans Bernhard Axmann *28.10.1920 ; ✡ 25.11.1941 in Kauen Fort iX
Beruf Landarbeiter
Adressen Berlin, Neue Friedrichstraße 77; Gut Winkel, Spreenhagen; Ihlow, Oberbarnim
Heirat
Kinder
Weiterer Lebensweg
Lehrgut Ellguth
1939 Rudolf Axmann zur Hachschara ins Lehrgut Ellguth in Steinau bei Falkenberg/Klein-Schnellendorf
10.11.1938 Mob aus Bauern und SA überfällt und verwüstet das Gut, alle Bewohner werden auf LKW in das Polizeigefängnis Oppeln und von dort in das KL Buchenwald gebracht.
Januar 1939 Wiedereröffnung des Lagers Ellguth durch den BACHAD mit 40 Chaluzim; Die Leitung übernahm Armin Duschinski und Hermine Duschinsky als Wirtschaftsleiterin aus Wien.
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Rudolf Axmann im Jüd. Lehrgut Ellguth/Steinau mit 84 Juden
17.5.1939 Rudolf und Hans Axmann bei der Mutter Rosa in Berlin, Neue Friedrichstraße 77
Sommer 1939 Mutter Rosa mit „Domestic Permit“ nach England
Gut Winkel
Rudolf Axmann zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
Rudolf Axmann zuletzt in Ihlow, Oberbarnim
Massenerschießung im Fort IX Kauen
28.10.1941 „große Aktion“ Massenerschießung im Fort IX 9000 Juden, die Hälfte davon Kinder
17.11.1941 Die Züge aus Berlin Da 26 (17.11.), München (20.11.), Frankfurt/Main (22.11.), Wien (23.11.) und Breslau (25.11.) wurden nicht wie ursprünglich vorgesehen nach Riga, sondern ins litauische Kowno geleitet.

25.11.1941 nach Ankunft der Juden aus Frankfurt/Main Massenerschießung zusammen mit den zuvor Eingetroffenen aus Berlin und München; vom Einsatzkommando 3 der Einsatzgruppe A des Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD wurden insgesamt 2934 Menschen im Fort IX außerhalb der Stadt erschossen.
25.11.1941 Tod von Bruder Hans Axmann bei Massenerschießung im Fort IX in Kauen
29.11.1941 Massenerschießung der Transporte aus Wien und Breslau im Fort IX in Kauen

14.4.1942 Rudolf Axmann auf dem Sondertransport
Gedenken –
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/en/document/11221192
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316