Horst Cohn
*19.12.1922 in Berlin; ✡ 29.10.1942 in Riga
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Max Cohn *4.2.1878 in Oschersleben; ✡ März 1943 in Auschwitz
Mutter Rebecca Baruch *17.4.1887 in Briesen ✡ März 1943 in Auschwitz
Geschwister ?
Beruf Landarbeiter
Adressen Berlin, Alt Moabit 82 b; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat
Kinder
Weiterer Lebensweg
4. April Ostern 1930 Einschulung in die 231. Volksschule
9.4.1937 Schulwechsel

31.3.1938 Schulaustritt
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Horst Cohn bei den Eltern Berlin, Alt Moabit 82 b
Gut Winkel
Juni 1939 Horst Cohn zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

September 1939 Horst Cohn in den Namenlisten verschiedener Gemeinden im Landkreis Beeskow-Storkow
19. 6.1941 Nach der von den Nazibehörden erzwungenen Aufgabe von Gut Winkel zog Leiter Gerson mit Familie und einer Gruppe von Chaluzim in das Landwerk Neuendorf
5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der letzten Hachschara-Lager; Umbenennung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“
Berlin – Riga
19.10.-22.10.1942 21. Osttransport von Berlin nach Riga
26.10.-29.10.1942 Horst Cohn auf dem Transport von Berlin nach Riga
Beide Oktobertransporte aus Berlin im Hochwald von Bikernieki bei Massenerschießung ermordet
Fabrikaktion
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“
März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert
12.3.1943 beide Eltern auf dem 36. Osttransport von Berlin nach Auschwitz; auf diesem letzten der sechs Berliner-Fabrikaktionstransporte befanden sich auch viele Mitarbeiter der Gemeinde und der RVJD .
15.3.1943 Arbeitseinsatzführer Schwarz meldet mit Fernspruch ans RSHA:
„K.L.-Auschwitz meldet Judentransport aus Berlin. Eingang am 13.3.43. Gesamtstärke 964 Juden. Zum Arbeitseinsatz kamen 218 Männer u. 147 Frauen. Die Männer wurden nach Buna überstellt. Gesondert wurden 126 Männer u. 473 Frauen u. Kinder untergebracht.“
Gedenken
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/71076335
https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_ber_ot36.html
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316