Scheiberg Edith

Edith Scheiberg, geb Israelson

*27.5.1919 in Erfurt; ✡ 23.9.2009 in Köln

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Mutter Erna Müller *5.3.1899 in Minden; ✡ 1945 in Stutthof

Vater Julius Israelson *29.10.1898 in Vörden; ✡ ? in Riga

Adoptiveltern

Isidor Scheiberg *6.25.1877 in Meinsen, Bückeburg; ✡26.6.1942 im Ghetto Lodz

Klara Haimann *4.10.1874 in Mülheim, Koblenz; ✡Sept. 1942 in Kulmhof

Geschwister

Gerda Israelson (1925-1944);

Hans Israelson/John Son *24.5.1927; Jan 1998;

Günter Israelson (1928-1944);

Karl-Heinz Israelson

Beruf Landarbeiterin

Adressen Erfurt; Köln; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat Otto Schulhof *30.5.1908 in Pilsen; 27.1.1982 in Köln

Kinder drei mit Otto Schulhof

Ruth Schulhof; oo Walter

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

15.4.1937 Edith Scheiberg zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

30.4.1937 Edith Scheiberg auf der Zugangsliste des Gut Winkel vom April 1937

30.6.1938 Edith Scheiberg auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel

England

1938/1939 Edith Scheiberg nach England

Heirat in England mit Otto Schulhof

Köln – Ghetto Lodz

22.10.1941 die Adoptiveltern auf dem Transport von Köln ins Ghetto Lodz

Minden – Bielefeld – Riga

22.11.1941 Schreiben der Gestapo Bielefeld an die Landräte

„Am 13.12.41 werden aus dem Bezirk der Staatspolizeileitstelle Münster 1000 Juden nach dem Osten evakuiert. Aus dem ehemaligen Bezirk der Staatspolizeistelle Bielefeld (Reg.-Bez. Minden und die Länder Lippe und Schaumburg-Lippe) sind für diesen Abtransport 400 Juden zu stellen… Die zur Abschiebung bestimmten Juden sind am 10.12.41 in ihren Wohnungen abzuholen und bis 16 Uhr nach Bielefeld zum „Kyffhäuser“, Am Kesselbrink, Großer Saal, zu überführen.“

10.12. 1941 Verhaftungen der Eltern Julius und Erna Israelsohn und Geschwister Gerda, Hans und Günter und Verbringung nach Bielefeld, Gaststätte „Kyffhäuser“

11.-13.12.1941 Sammelstelle Restaurant Kyffhäuser am Kesselbrink in Bielefeld

13.12.1941 um 15 Uhr Abfahrt Bielefeld nach Riga

15.12.1941 gegen 23 Uhr Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa bei Riga

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos; Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung; Kommandant des KL Kaiserwald Sturmbannführer Albert Sauer

Die Eltern Julius und Erna Israelsohn und Geschwister Gerda und Günter kommen um.

Bruder Hans überlebt Riga und die Todesmärsche von Tröglitz nach Theresienstadt

Nachkriegszeit

1.12.1945 Suchanzeige von Edith Schulhof aus London für den Vater Isidor

Rückkehr nach Köln

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/86528359

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1001185

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411213_Bielefeld14.jpg

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5051993

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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