Erwin Sigfried Isakowitz/ Isakowitsch, später Wattin
*28.9.1914 in Berlin; ✡ 10.6.1990 in Stockholm;
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch

Vater Hermann Hirsch Sigfried Isakowitz *15.4.1879 in Königsberg; ✡ in Riga
Mutter Dorothea Wittenberg *20.3.1878; ✡ 29.10.1936
Geschwister
Georg Thomas Isakowitz; ✡?
Hanna Isakowitz *5.1.1916; ✡ Jan. 1989 in Hendon
Eva Isakowitz *18.6.1917 in Marienwerder; ✡; oo Heinz Löwenstein (*22.10.1915)
Heinz Georg Isakowitz*15.2.1920 in Marienwerder, Westpreußen; ✡ in Rio de Janeiro; oo Taube Wohlgemut
Beruf Landarbeiter; Grafiker
Adressen Marienwerder, Markt 11; Berlin; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat Sonja Lewinsky in Schweden
Kinder
Gunnar Wattin
John Wattin
Weiterer Lebensweg
Vater Hermann war Inhaber eines Herrenausstattergeschäftes in Marienwerder
Haus Berta

Vom 10.5.-31.10.1935 fand das bereits an einer Hachschara ausgerichteten erste Landhalbjahr statt; Madrich war Heinz Kahn (HaKa) aus Eschwege. Bruder Heinz nimmt ab dem 8. Juni daran teil.
Gut Winkel
1935/36 Erwin Isakowitsch zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

25.9.1936 Erwin Isakowitsch aus Gut Winkel aus „disziplinarischen“ Gründen entlassen;
Das (gescheiterte) Umschulungsprojekt „Fomento Agrícola Adolfo Hirsch“ (1936-1940)
8.7.1937 Bruder Heinz Georg nach Argentinien
In Deutschland rekrutierten Agenten der ICA (Jewish Colonization Association) bis 1936 nur Landwirte und lockten mit dem Prinzip „Vorfahrer“: ein Familienmitglied musste vorfahren, um bei Bewährung die Familie nachholen zu können. Es kamen 150 deutsche Juden im Alter von 17 bis 22 Jahren nach Choele Choel. Das Projekt wurde 1940 abgebrochen; nur zwei Familien blieben zurück, auch die von Hermann Hirschmann.
Heinz Georg Isakowitz erinnert sich an seine Emigration nach Argentinien:
„So viel ich mich erinnere, wurden damals 25 Jungens meines Alters aus dem gesamten Lagerbestand ausgesucht, um als Pioniere für die Adolf-Hirsch-Stiftung auf dem argentinischen Patagonien (Choele Choel) zu arbeiten. Ich war unter diesen.“
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Vater Hermann in Berlin, Kreuzstraße 10

19.1.1942 Vater auf Transport von Berlin nach Riga; gibt als Beruf Krankenpfleger an
Dänemark/Schweden
1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen
Erwin Isakowitsch zur Einzelhachschara nach Dänemark
Später Emigration nach Schweden
9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943
Nachkriegszeit
–
Gedenken
Quellen
http://www.jmw-dorsten.de/hachschara-auf-haus-berta/
https://archive.org/details/leogompertzcolle01gomp/page/n59/mode/1up?view=theater
http://www.holstina.de/history/hausberta.html
https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-345341#id20
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://archive.org/stream/MitteilJdischerPfadfinder/Nr.%2010%20%281936%29_djvu.txt
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B