
Edith Ester Ellenberg
*24.7.1916 in Stuttgart; ✡ 21.4.1967in Haifa
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch

Vater Calman Karl Ellenberg * 18.6.1882 Tarnorouda, Galizien
Heirat der Eltern 1910
Mutter Frieda Steindecker *1884 in Fürth; 30.12.1921 in Stuttgart
Stiefmutter Betty Offenbacher *17.10.1896 in Fürth
Vermutlich ein Onkel aus Stuttgart
Anschel Ellenberg *16.1.1888 in Obertyn; ✡ 31.12.1942 in Auschwitz
Geschwister

Ruth Ellenberg *3.3.1913 in Stuttgart; ✡ 5.8.1977 in BeerSheba
Cousin/s aus Mannheim
Erna Ellenberg * 12.2.1920 in Mannheim; ✡ 13.2.2012 in Ramat Gan, oo Erich Lewin (1908-1994)
Wolf Willi Ellenberg *10.11.1921 in Mannheim; ✡ 7.12.1996 in Florida
Beruf Landarbeiterin
Adressen Stuttgart, Hasenbergsteige 7; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat 10.9.1946 in Tel Aviv mit Walter Nathan *1921
Weiterer Lebensweg

Vater Karl ab 1907 als Eierimporthändler in Stuttgart bis, 1933 zum Großhändler aufgestiegen
30.12.1921 Tod der Mutter Frieda in Stuttgart
1.2.1923 zweite Ehe des Vaters mit Betty Offenbacher
Ruth und Edith wechseln nach der Volksschule auf das Königin-Olga-Stift in Stuttgart
April 1932 Ruth macht hier das Abitur, Edith wechselt nach der achten Klasse auf die Höhere Mädchenhandelsschule
Ostern 1932 bis 1934 Ruth zur Kaufm. Lehre in die Bücherabteilung des Jüdischen Kaufhaus Schocken in Stuttgart
Gut Winkel
23.10.1935 Schwester Ruth Ellenberg zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben
10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel
21.5.1936 Edith Ellenberg kommt auch ins Gut Winkel
30.9.1936 Ruth und Edith Ellenberg auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;
9.6.1937 Heirat von Ruth Ellenberg mit Erich Lewin in Havelberg
Juli 1937 Umzug von Erich und Ruth von Havelberg nach Frankfurt, sie wohnen im jüdischen Lehrlingsheim
Alija
7.3.1938 Ankunft von Edith in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS in Haifa
28.3.1938 Ankunft des Vaters und der Stiefmutter Betty in Palästina mit einem Kapitalistenzertifikat der Kategorie A(1)
19.10.1938 Passausstellung für Erich in Frankfurt Main
20.5.1940 Einbürgerung von Edith Ellenberg in Palästina
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Onkel (?)Anschel Ellenberg in Stuttgart, Moserstraße 7
Hachschara in Schweden
25. Januar 1939 Erich und Ruth Lewin mit dem Zug von Frankfurt nach Rostock, Überfahrt nach Trelleborg, Schweden. Über Malmö nach Hässleholm in Südschweden
Alija über die Sowjetunion nach Haifa
10.12.1940 Erich und Ruth mit einer legalen Alijah Gruppe mit Arbeiterzertifikat des Hechaluz Kategorie C/LS
Stationen der Reise von Stockholm über Finnland, Grenzstation Vainikkala
Von Vyborg, UdSSR über Leningrad, Moskau nach Odessa,
mit dem Schiff nach Varna, Bulgarien, dann Istanbul; mit der Bagdadbahn durch Anatolien
21.12.1940 Grenzübertritt türkisch-syrische Grenzort Islahye und Meydan-Ekbaz
24.12.1940 syrisch-libanesischer Grenzort Nakoura, Beirut, Libanon
24.12.1940 Ankunft von Schwester Ruth und Erich Lewin mit dem Autobus in Haifa mit Arbeiterzertifikat des Hechaluz Kategorie C/LS
Nachkriegszeit

10.9.1946 Heirat mit Walter Nathan in Tel Aviv
Gedenken
Quellen
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
Der Traum vom Kibbutz – Familie Lewin aus Schivelbein
http://luckauer-juden.de/hachschara.html
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316