Herta Chana Dublon
*18.6.1923 in Meinsen, Schaumburg Lippe; ✡ 12.3. 2004 New Jersey
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Jakob Dublon *20.2.1884 in Wittlich; ✡ 28.11.1935
Heirat der Eltern 8.7.1921 in Meinsen
Mutter Berta Leeser *31.10.1888 in Meinsen; ✡ 1942 Ghetto Riga
Geschwister
Lore Dublon *9.12.1924 in Meinsen; ✡ 31.12.1944 in Stutthof
Beruf –
Adressen Rhaunen, Stipshauser Straße; Mainz; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat Kurt Ermann *23.9.1920 in Rhaunen; ✡ 3.5.2006 in Ridgefield
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Gut Winkel
14.6.1938 Kurt Ermann zur Hachschara ins Gut Winkel, Spreenhagen

30.6.1938 Kurt Ermann auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;
Novemberpogrom
10.11.1938 Kurt Ermann verhaftet in Rhaunen
16.11.1938 eingewiesen in das KL Dachau; Häftlingsnummer 30046
6.12.1938 Kurt Ermann entlassen aus dem KL Dachau
Gartenbauschule Ahlem
27.5.1937 Hertha Dublon auf der Liste der Haushaltung-Schülerinnen der israelitischen Gartenbauschule Ahlem
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Hertha Dublon in Hamburg Rissener Landstraße 127
In Altona Blankenese, Wilhelminenhöhe, Rissener Landstraße 127 fanden die Vorbereitungslehrgänge für die Alija statt.
17.5.1939 Hertha Dublon mit Mutter Bertha und Schwester Lore in Meinsen Nr.86
Alija
20.1.1939 Kurt Ermann abgemeldet zur Emigration nach Palästina
1.2.1939 Einreise von Kurt Ermann auf der SS GALILEA von Triest in Haifa mit Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
31.1.1940 Einreise von Herta Dublon auf der SS PROVIDENCE über den libanesischen Grenzort Ras en Nakura auf der SS PROVIDENCE

13.12.1941 Mutter Bertha und Schwester Lore und sechs weitere Mitglieder der Familie Leeser der Mutter auf dem Riga Transport ab Bielefeld
Die Aufstellung des Oberfinanzpräsidenten in Münster enthält die Namen von 30 Menschen aus Schaumburg-Lippe, einschließlich dem von Berta Leeser, die am 15.12.41 von Hannover aus nach Riga verschleppt wurde.
3. November 1943 Auflösung des Ghetto Riga
November 1943 im Armeebekleidungsamt ABA 701 in Mühlgraben, Kasernierung
Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga
Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof
6.8-9.8.1944 Schwester Lore auf dem 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Riga nach Danzig

31.12.1944 Tod der Schwester Lore Dublon im KL Stutthof
Nachkriegszeit
22.10.1945 Einbürgerung von Kurt Ermann in Palästina
13.2.1948 Schwägerin Wilma Ermann von Göteborg auf der SS GRIPSHOLM nach New York
Gedenken
5.10.1955 Pages of Testimony für die Mutter Bertha und Schwester Lore von Chana Ermann
Stolpersteine für die Eltern, Kurt, Wilma und Margot Ermann in Rhaunen, Zum Idar
Quellen
https://stolpersteine-guide.de/de/biografie/819/familie-ermann
https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_wfn_411213.html
https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_wfn_411213-s1.html
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4454483
Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130429746
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de860557
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History