Holzapfel Regina

Regine Holzapfel

*16.11.1919 in Zierenberg, Kassel; ✡ Mai 1979

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Emanuel Max Holzapfel *15.11.1882 in Zierenberg; ✡ 11.6.1938 in Kassel

Mutter Hermine Heilbronn *17.6.1889 in Achim; ✡ 1942/43 in Riga

Onkel Sally Holzapfel *8.9.1884 in Zierenberg; ✡ 5.1.1941 in Gurs

Tante Hedwig Lehrberger *4.11.1895 in Borken/Hessen; ✡1942 in Riga

Cousinen

Grete Holzapfel *2.1.1915 in Köln; Amsterdam; ✡26.2.1943 Auschwitz

Ruth Holzapfel *1.1.1923 in Zierenberg; ✡ 7.12.1977in Haifa; oo Eduard Barsam

Geschwister

Manfred Menachem Max Holzapfel *1917 in Zierenberg; ✡ ?

Gerhard Max Holzapfel/Gary Holt *10.8.1921 in Zierenberg; ✡ 24.8.2003 Los Angeles

Beruf Praktikantin

Adressen Zierenberg; Kassel, Jägerstraße 3; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat ?

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Polenaktion

1935 wohnhaft in Kassel, Mombergstraße 17

Gut Winkel

9.3.1939 abgemeldet aus Kassel, Jägerstraße 3

zur Hachschara als Praktikantin in Gut Winkel, Spreenhagen; Mitglied im

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

30.6.1938 noch nicht auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;

28.10.1938 keine Verhaftungen in der Polenaktion auf Gut Winkel

10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Regine Holzapfel in Gut Winkel, Spreenhagen

17.5.1939 Mutter Hermine mit Max Heilbrunn (*1878) in Kassel, Jägerstraße 3

17.5.1939 Onkel Sally, Tante Hedwig und Cousine Grete Holzapfel in Kassel, Grüner Weg 31

September 1939 auf der Liste des Landrates von Beeskow für Gut Winkel

Riga

1941 Regine mit Hedwig und Hermine Holzapfel in Sammellager Schillerstraße 7

8.12.1941 über Nacht im Sammellager Turnhalle Wörthschule, Schillerstraße

9.12.1941 Deportation Kassel-Riga mit der Ehefrau,

Bahnfahrt über Berlin, Breslau, Posen, Königsberg, Riga- Skirotawa mit 1022 Juden

12.12.1941 Ankunft Skirotawa; Fußmarsch ins Ghetto Riga bei 40 Grad minus

Alija

27.3.1939 Einreise von Cousine Ruth Holzapfel in Haifa mit Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

Nachkriegszeit

Registriert im DP Camp; laut JDC-Card wollte sie nach Palästina

In einem Brief vom 11.08.2011 schreibt Gertrud Maier Weinflasz ihre Chaluza aus Gut Winkel über Regina Holzapfel: „Regie war mir eine Freundin, ein nettes ruhiges Maedel. Es war nicht leicht an sie heranzukommen, sie war verschlossen. Ich war ein ähnlicher Typ, nur habe ich mich im Laufe der Jahre geändert.“

11.10.2011 Schreiben von Frau Nurit Dolev, Israel:

„She suffered a lot during the Holocaust and had severely tortured. She came to Israel during the 1960s. I remember her as a very strange woman. Our family members explained that behaviour to the severe conditions and tortures the suffered during the Holocaust. After WW 2 she had been transferred to Russia and then came to Israel. She lived alone in a small apartment in Tel Aviv. She couldn’t manage by herself and the Court appointed an official custodian upon her. She had been hospitalized and passed away. My mother [Ruth Barzam] took care of her and managed to visit her frequently.”

Gedenken

14.7.2005 Irrtümliches Page of Testimony für Regina Holzapfel bei Yad Vashem von Gertrud Maier Weinflasz

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/70443313

Ilana

Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My