Frankenberg Ewald

Ewald Frankenberg

*8.4.1887 in Recklinghausen, Metzgermeister; ✡ 27.1.1936 in Recklinghausen

Vater Eduard Frankenberg *20.1.1860 in Wuppertal, Metzgermeister in RE; ✡ nach Mai 1939

Mutter Amalie Klein *1856; ✡19.1.1918 in Recklinghausen

Geschwister

Johanna Frankenberg *6.9.1885 in Recklinghausen; ✡5.1.1945 in Stutthof; oo Michel, Nathan

Friedrich Frankenberg *6.10.1890 in Recklinghausen, Petriner Nr. 3165

Julie Frankenberg * Febr. 1889 in Recklinghausen; oo Ernst Herz; ✡20.1.1922;

Julius Frankenberg *25.4.1892 in Recklinghausen; Petriner Nr. 3165

Helene Frankenberg *31. 12. 1893 in Recklinghausen; oo Sally Blech; ✡ 1942 Riga

Otto Frankenberg *20.12.1895 in Recklinghausen, 1937 nach Palästina Tel Aviv

Josef Frankenberg Juni 1898 in Recklinghausen; ✡19.3.1900 in Recklinghausen

Heirat Else Ester Rose *11.5.1893 in Dornum; ✡ 11.6.1942 Sobibor

Kinder

Rudolf Frankenberg *18.3.1921 in Recklinghausen; ✡19.11.2003 in Santo Domingo

Irene Frankenberg *28.5.1923 in Recklinghausen; oo Manfred Ben David; 1940 nach Palästina

Rosa Else Brunhilde Frankenberg *5.3.1933 in Recklinghausen; ✡11.6.1942 Sobibor

Adresse Recklinghausen Nr. 421(Kampstraße 12) später Kunibertistr. 20

Fünf Söhne der Familie und zwei Schwiegersöhne im Ersten Weltkrieg „im Felde“

Friedrich Frankenberg, Oberjäger im 1.WK, gemeldet am 1.2.1917 „leicht verwundet“

Otto Frankenberg, Vizefeldwebel im 1. WK, verwundet gemeldet am 31.7.1917

Ewald Frankenberg, 1914 – 1918 Frontsoldat im 1.WK; Eisernes Kreuz II. Klasse

Franz Klupsch führt 1920 diese hohe Zahl an im WK eingezogenen jüdischer Soldaten in seiner Denkschrift „Judenhetze“ als Argument gegen die vorherrschende „Drückeberger“- Unterstellung:

Weitere Lebensdaten

1907 -1910 aktiver Militärdienst

1914 – 1918 Frontsoldat im 1.WK. Eisernes Kreuz II. Klasse

28.9.1933 Gesuch an die Schulbehörde wegen des Besuchs der kath. Volksschule der Kinder Rudolf und Irene

5.10.1933 Gesuch abschlägig mit „Nein!“ beschieden

1936 Tod im Prosper-Hospital in Recklinghausen

Gedenken/Beisetzung

Beisetzung auf dem jüdischen Friedhof Nordcharweg Recklinghausen, Reihe A 20

Grabinschrift in hebräisch: Jung an Jahren entschwand er aus der Welt. Er starb in der Zeit der Mannesblüte

Grabinschrift in deutsch:

Ewald Frankenberg 8.4.1887 – 27.1.1936

Zusätzliche Gedenkinschriften

Zum Andenken an Frau Else Frankenberg geb. Rose geboren 11.5.1893

Brunhilde Frankenberg geboren 5.3.1933

Sie starben für ihren Glauben

Quellen

https://www.recklinghausen.de/Inhalte/Startseite/Ruhrfestspiele_Kultur/Gedenkbuch/_Opferbuch_selfdb.asp?form=detail&db=545&id=110

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://library.fes.de/pdf-files/bibliothek/bestand/a-35132.pdf

Edmund Schröder, Häuserbuch der Innenstadt Recklinghausen von 1782 bis 1895, Vestische Zeitschrift Bd. 79/80, 1980/1981

Jüdische Einwohner Recklinghausens, Sta Re III 6519, 6520

Jüdische Holocaust-Gedenkstätten und jüdische Einwohner Deutschlands 1939-1945

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd. 77/78, 1978/1979

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest Gedenkbuch 1983

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens 1816-1945, in: 750 Jahre Stadt Recklinghausen. 1236-1986, hrsg. von Werner Burghardt, Recklinghausen 1986

Georg Möllers / Jürgen Pohl: Abgemeldet nach „unbekannt“ 1942, Die Deportation der Juden aus dem Vest Recklinghausen nach Riga, hrsg. von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen, Klartext Verlag, Essen 2013, S. 18

Georg Möllers/Horst D. Mannel, Zwischen Integration und Verfolgung. Die Juden in Recklinghausen. Eine Sammlung ausgewählter Dokumente (= Dokumentenmappen zur Kirchen- und Religionsgeschichte des Ruhrgebiets, hg. v. Helmut Geck, Bd. 2), Recklinghausen 1988, Dokument 9

Willi Hagemann, Höhere Mädchenbildung und jüdische Schülerinnen in Recklinghausen von 1866 bis 1938/39, in: Vestische Zeitschrift 90/91 (1991/92), hg. v. Werner Burghardt, S. 231-244, S. 234

Jan Henning Peters, Jüdische Schüler am Gymnasium Petrinum in Recklinghausen, Vestische Zeitschrift Bd 88/89, 1989/1990

Bundesarchiv Koblenz. Gedenkbuch-Opfer der Verfolgung unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933 –1945. Stand: 28.2.2020, www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/

International Tracing Service, Bad Arolsen

Yad Vashem Central Database for Shoah Victims‘ Names https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420611-7.jpg

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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