
Rosa Sternlicht geb. Kratzer
* 4.12.1924 in Dortmund
Vater unbekannt

Mutter ? Szprinca Kratzer *10.10.1890 in Nowy Smigrod; Dortmund-Sölde; 1938 nach Zbaszyn
Großeltern ?
Leopold Kratzer *21.11.1862; in Dortmund bei Volkszählung Mai 1939 mit
Mathilde Kratzer- Rosenthal *15.6.1858 in Sölde; +9.9.1942 in Theresienstadt
Beruf Schülerin, Hachschara-Landbau
Adressen Arnheim; Loosdrecht; Elden, Drielschedijk 1; Palästina; New York
Heirat in Westerbork Gerhard Sternlicht *16.7.1924 Berlin; 18.8.2012 in New York
Kinder –
Weiterer Lebensweg
25.1.1939 Flucht nach Nijmegen, Niederlande
Interniert in der ehem. Quarantäne-Station in Heijplaat
20.3. 1939 Huize Ockenburgh Monsterse Weg 4-6 Loosduinen
24.10. 1939 Jugend Alija „Het Paviljoen Loosdrechtsche Rade“ in Loosdrecht
28.7.1941 in Elden, Jugend Alija Haus „Huize Voorburg“ in Elden; Hachschara
4.10.1942 36 von 40 Jugendlichen aus dem „Huize Voorburg“ nach Westerbork deportiert

25.10.1943 Rosa Kratzer erhält das ersehnte Palästina-Zertifikat
Heirat mit Gerd Sternlicht in Westerbork
11.1.1944 nach Bergen-Belsen als Austauschjuden mit Palästina Zertifikat
10.4.1945 Evakuation der Austauschjuden aus Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt
23.4.1945 zweiwöchige Irrfahrt endet an der gesprengten Elsterbrücke, Ankunft Tröbitz
Befreiung durch die Rote Armee, General Tschukow
Fleckfiebererkrankung („Typhus“)
Werden von Dr. Josef Melkmann betreut wie ja auch die Kinder Georg und Ursula Levy
Von Tröbitz nach Leipzig auf US Militärtransportern zur US- Militärbasis in Leipzig
Weiter nach Brüssel und dann Maastricht
In Maastricht von den niederländischen Behörden erneut interniert
Juli 1945 im Rückkehrer-Sammellager Abtei St. Benediktusberg in Mamelis Vaals
Nach Entlassung; weiter nach Loosdrecht
Alija Beth auf der TEL HAI
März 1946 1946 großer Militär-LKW-Konvoi der Jewish Brigade von Antwerpen nach Marseille. Mitten in der Nacht erreichte der Konvoi ein Feld in der Nähe von Marseille, wo Mitglieder der „Bricha“ und Abgesandte des „Mossad für Aliyah Bet“ warten. Nach Erhalt des Befehls fahren die Lastwagen in die Stadt ein und setzten die illegalen Einwanderer in einem französischen Flüchtlingslager ab, von wo aus sie mit französischen Armeebooten zum Hafen von „La Ciotat“ transportiert wurden, 30 km östlich von Marseille. Dort gingen sie an Bord der von der Haganah gecharterten SS TEL HAI.
17.3.1946 am Abend Abreise auf der SS TEL HAI mit 743 Menschen an Bord, davon 736 illegale Einwanderer darunter etwa 300 NOHAM Mitgliedern, etwa 60 vom Gehringshof und aus Bergen-Belsen Die Überfahrt ist stürmisch, das Schiff muss in Bonifacio/Korsika und auf Kreta einen schützenden Hafen suchen
28.3.1946 Ankunft in Haifa auf der SS TEL HAI
Nach wenigen Tagen werden die internierten Ma’apilim aus Athlit entlassen, nachdem sich die Britische Protektoratsbehörde ein letztes Mal überreden lässt, die Zahl der Ma’apilim auf die ausstehenden Zertifikatskontingente anzurechnen.
15.8.-1.9.1954 Gerd und Rosa von Haifa mit „SS Jerusalem“ nach New York

24.8.1986 Interview durch Miriam Pinkhof auf Audiokassette in Niederländisch, Englisch, Deutsch und Hebräisch in New York City
Quellen
https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=6765867&ind=1
Card index of Relico, the Relief Committee of the World Jewish Congress (WJC) in Geneva: Jews who were inmates of Bergen-Belsen, 1945
https://www.joodsmonument.nl/nl/page/70056/huize-voorburg
https://www.infocenters.co.il/gfh/notebook_ext.asp?book=57956&lang=eng&site=gfh
Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 8500); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85