Salomon Elfriede

Salomon Elfriede geb. Watermann verw. Bonn

* 16.12.1883 in Bochum; Tod Oktober 1944 Stutthof

Staatsangehörigkeit

Vater August Watermann *5.7.1854 in Bochum; +18.5.1922 Bochum; jüd. Friedhof Wiemelhausen

Mutter Minna Benjamin *22.8.1852 in Bochum; +7.5.1937 Bochum; jüdischer Friedhof Wiemelhausen

Geschwister

Fritz Watermann *16.7.1885 in Bochum; oo Erna Krauss; Brüssel; Drancy; + 30.8.1942 in Auschwitz

Alma Elena Watermann *19.10.1982 in Bochum; oo Moritz Lindau; bd. 30.4.1942 nach Zamosc

Fritz Watermann *16.7.1885 in Bochum; oo Erika Kraus +30.8.1942 in Auschwitz

Elly Marie Watermann *6.10.1889 in Bochum; oo 7.5.1909 in Bochum Sally Puschkanzer aus Kowno; 1944 im KL Klooga, Estland

Beruf Gastwirtin

Adressen Bochum, Königstraße 21, heute Annastraße; Brückstraße, Weiherstraße, zuletzt Rottstraße

Heirat 22.12.1917 in Bochum Georg Salomon *29.10.1883 in Altona; ? 15.3.1942 2. Dünamünde Aktion

Kinder aus 1. Ehe mit Bonn

Erwin Bonn *1907 in Bochum; Emigration Argentinien

Lutz Bonn * 1909 in Bochum Hachschara Lager in Dänemark; Palästina

Kinder aus 2. Ehe mit Georg Salomon

Alfred Salomon * 1.4.1919 in Bochum; oo Edith Glückmann; 1943 Auschwitz, 1945 nach Bochum

Ingeborg Salomon *3.7.1924 in Bochum oo Erwin Billig; Emigration Palästina; + 2008 in Jerusalem

Weiterer Lebensweg

9./10.1938 Novemberpogrom Ehemann und Halbbruder Erwin  nach Sachsenhausen „Schutzhaft“

Sohn Alfred flüchtet mit dem Nachtzug nach Berlin, um der Schutzhaft zu entgehen

Halbbruder Lutz nach Dänemark zur Hachschara; Emigration Palästina

17.5.1939  in Bochum mit Ehemann Georg und Tochter Inge bei Minderheiten-Volkszählung

24.1.1942 deportiert aus Bochum nach Dortmund, Saal der Gaststätte Zur Börse Nähe HBF
27.1.1942 Transport Dortmund nach Skirotawa; Riga, Ghetto

1.2.1942 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto

15.3.1942 2. Dünamünde Aktion im Ghetto Riga; Ehemann vermutlich in Bikernieki erschossen

März 1943 Sohn Alfred nach Auschwitz; dort als Elektriker in der Buna; Ehefrau Edith „ins Gas“

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6.8-9.8.1944 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Libau nach Danzig

28.9.-1.10.1944 3155 Häftlinge aus Riga Kaiserwald, 300 von der Lenta auf dem Frachtschiff „Kanonier“ von Riga->Danzig; auf Kohleschiffen weiter nach Stutthof

1.10.1944 Ankunft Stutthof

Tod nach Oktober 1944 in Stutthof

Gedenken

4.11.2004 Stolperstein für Elfriede und Georg Salomon im Beisein von Alfred in Bochum Annastraße

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de957493

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de957609

Billion Graves

Persönlicher Bericht Günter Preger an Alfred Salomon

https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W287J9BX476BOLDDE/$FILE/003_005_Salomon_Elfriede_und_Georg_sowie_Watermann_Fritz.pdf

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_wfn_420127.html

Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden 2011

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Gertrude Schneider, Exile and Destruction, The Fate of the Austrian Jews 1938-1945; Praeger 1995

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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