Dreyfus Toni

Toni Dreyfus geb. Löwenbach

*19.10.1881 in Freienohl; 30.4.1942 nach Zamosc; Tod im Vernichtungslager

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater unbekannt Löwenbach

Mutter Helene Löwenbach geb. Ransenberg *18.8.1852 in Calle; +10.11.1933 in Bochum

Schwiegermutter Emma Levi *29.7.1854; +12.3.1939 in Bochum, jüd. Friedhof Wasserstraße

Geschwister

Julius Löwenbach

Neffe Hans Löwenbach *31.1.1905 in Duisburg; Neuropsychiater; +19.10.1983 in North Carolina

Beruf Kunstgewerbegeschäft;

Adressen Bochum Rheinische Straße 28

Heirat Emil Dreyfus *10.9.1883 in Sulzbach, Saar; 30.4.1942 nach Zamosc; Tod

Kinder

Anne Rosa Dreyfus *17.10.1918 in Sulzbach; Amsterdam; Westerbork; +7.9.1942 in Auschwitz

Lilli Marie Dreyfus *28.3.1920 in Sulzbach; oo Salomon Bernard de Leeuw; +30.4.1943 Sobibor

Walter Otto Dreyfus *13.3.1926 in Bochum

Jugend Aliyah in Loosdrecht; Flucht über die Pyrenäen; Barcelona; von Lissabon nach Haifa, Ankunft 5.11.1944; +1950 in Israel, als Soldat bei einer Nachtübung von einer Schlange gebissen

Weiterer Lebensweg

1924 Umzug nach Bochum; Erwerb des späteren Judenhauses Rheinische Straße 28

1938 beide Töchter im Hachschara Vorbereitungslager in Schleswig-Holstein (ev. Brüderhof bei Harksheide? Am ehesten aber Gut Jägerslust bei Flensburg, im Novemberpogrom verwüstet)

Beide kehren danach nach Bochum zurück

10.11.1938 im Novemberpogrom verhaftet, „Schutzhaft“ im KL Sachsenhausen

16.12.1938 Entlassung aus dem KL Sachsenhausen

17.5.1939 bei Minderheiten-Volkszählung

17.8.1939 Sicherungsanordnung

Juli 1940 Zwangsarbeit beim Bauunternehmer Wittich

20.12.1940 Verkauf des Hauses an das Ehepaar Paul und Hilde Kamp

Jan. 1942 Deportationsbefehl der Gestapo sich am 23.12.1942 am Bahnhof Bochum einzufinden

Haben sich der Gestapo-Aufforderung zum Riga Transport 27.1.1942 entzogen

28.4.1942 Deportation zur Turnhalle des Sportvereins „Eintracht“ nach Dortmund

30.4.1942 nach Zamosc deportiert mit Ehemann Emil

3.5.1942 Ankunft in Zamosc

Tod im Vernichtungslager

Gedenken

Page of testimony für Emil und Toni Dreyfus in Yad Vashem von Neffe Hans Löwenbach

Quellen

27.5.1938 in Bochum mit Ehefrau bei Minderheiten-Volkszählung

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

Ralph Piorr (Hrsg) Ohne Rückkehr. Die Deportation der Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg

nach Zamość im April 1942; Essen 2012

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de852835

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de853067

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_wfn_420127.html

Questionnaires used for the search for relatives by Relico, the World Jewish Congress (WJC) Relief Committee in Geneva, completed by survivors in Shanghai, 1946 (The letter L)

https://collections.arolsen-archives.org/archive/130280420/?p=1&s=Dreyfus%201918&doc_id=130280420

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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