Hirschberger Karl

Karl Hirschberger

* 22.5.1893 in Bingen; + 1945 in Außenlager des KL Buchenwald

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Heinrich Hirschberger *15.12.1861; +13.3.1907

Mutter Therese Mohr *31.7.1862; +22.1.1914

Geschwister ?

Beruf Personalchef „Bochumer Schürzenfabrik“; erst 1938 entlassen; „Lagerist“

Adressen Bochum, Brückstraße14, Rottstraße 11

Heirat 2.7.1922 in Bochum Rosa Kaufmann *15.12.1887 in Mülheim; Tod in Riga

Schwager Albert Kaufmann *15.12.1887 in Mülheim; Wattenscheid; +24.7.1944 im KL Kaiserwald

Sohn

Kurt Heinz Hirschberger *24.10.1923 in Bochum; + 23.8.1944 in Stutthof

Weiterer Lebensweg

9./10.11.1938 im Pogrom mit 56 Männern ins KL Sachsenhausen verschleppt

16.12.1938 entlassen aus KL Sachsenhausen

5.1.1939 Sohn Kurt mit dem ersten Kindertranport nach Eindhoven

17.5.1939 Karl bei Minderheiten-Volkszählung doppelt erfasst in Bochum und Borghorst

1939 Notstandsarbeiter, Zwangsarbeitslager Borghorst, Dumte; Regulierungsarbeiten an der Steinfurter Aa

24.1.1942 deportiert aus Bochum nach Dortmund, Saal der Gaststätte Zur Börse Nähe HBF

zusammen mit der Familie von Rosas Zwillingsbruder Albert Kaufmann aus Wattenscheid
27.1.1942 Transport Dortmund nach Skirotawa; Riga, Ghetto

1.2.1942 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto

15.3.1942 2. Dünamünde Aktion im Ghetto Riga

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

2.11.1943 ins KL Kaiserwald

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6.8-9.8.1944 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Libau nach Danzig

9. 8.1944 Ankunft Konzentrationslager Stutthof, Häftlingsnummer 57817
16. 8. 1944 mit dem Zug in das Konzentrationslager Buchenwald Häftlingsnummer 82966
16. 9.1944 Deportation ins Außenlager an der Brüllstraße Bochumer Verein

Offizieller Todeszeitpunkt 21.8.1944 in Buchenwald (wohl falsch)

20.1.1945 Rückkehr nach Buchenwald

21.2.1945 nach „R“, Außenlager Rehmsdorf? Raguhn?, Rebstock? Staßfurt?

Tod nach dem 21.2.1945

Gedenken

14.9.2018 Stolpersteine für die Familie in Bochum, Südring 21, ehem. Rottstraße 11

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W2BBSFKF373BOCMDE/$FILE/240_242_Hirschberger_Karl_Rosa_geb_Kaufmann_Kurt.pdf

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_wfn_420127.html

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de883801

https://collections.arolsen-archives.org/archive/6101410/?p=1&s=Hirschberger%201893&doc_id=6101414

https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=11524585&ind=1

Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden 2011

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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