Jakobsohn Alexander

Alexander Jakobsohn

*31.8.1889 in Smolensk; + April 1944 bei der Evakuierung von Buchenwald

Staatsangehörigkeit

Vater Josef Jakobsohn; + 1932

Mutter Frieda Gottschalk;

Geschwister

Beruf Arzt

Adressen Riga Skolas iela 22

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

1919 Flecktyphus (heute korrekt Fleckfieber)

1939-1940 erhält Lebensmittel-Coupons

Bis 1941 Dozent an der Alberta-Hochschule auf der Skolas iela 22 in Riga

Oktober 1941 Zwangseinweisung ins Ghetto Riga,

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos; Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung; Kommandant des KL Kaiserwald Sturmbannführer Albert Sauer

6. November 1943 Aufnahme KL Kaiserwald, Riga, Kasernierung im Außenlager

Arbeitet in der Krankenbaracke des KL Kaiserwald zusammen mit Dr. Ludwid Elsass unter dem polnischen Arzt und politischem Häftling Dr. Boleslav Luczak „Bolek“ aus Lodz. Chefarzt war der berüchtigte Dr. Krebsbach.

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald und seiner Außenlager

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6. – 8.8.1944 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Libau nach Danzig

9.8.1944 Ankunft in Stutthof

13.8.1944 Deportation von1300 Männern aus Stutthof

16.8.1944 Ankunft von mit 1300 Männern aus Stutthoff in Buchenwald

4 Wochen Quarantäne im KL Buchenwald, Unterbringung in Zelten

16.9.1944 Deportation in das Außenlager des KL Buchenwald an der Brüllstraße in Bochum, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum; Unterbringung in Baracken auf der Brüllstraße nahe dem Bochumer Verein; 88 mm Panzer-Granatenhülsen-Produktion

18.3.1945 wurden die beiden Bochumer Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, das AL Bochumer Verein und das AL Eisen- und Hüttenwerke AG geräumt

18.3.1945 Auflösung des Außenlagers Brüllstraße, Rücktransport von 1361 Häftlingen nach Buchenwald

21.3.1945 Ankunft von 1326 Häftlingen im KL Buchenwald

7.4.1944 Beginn der Evakuierung von Buchenwald

Todesmärsche nach Dachau

Laut Bericht bei Max Kaufmann:

April 1944 Tod von Dr. Jakobsohn auf dem Todesmarsch (oder Transport) nach Dachau

Quellen

https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=11800253&ind=1

https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/6160942?s=82917&t=222836&p=1

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.