Hacker Imre

Dr. jur. Imre Hacker

ca 1934

*5.11.1887/1889 in Györ; +24.12.1944 in Bochum

Buchenwald – Häftlingsnummer 84147

Staatsangehörigkeit Ungar

Vater Sandor Alexander Hacker; Landwirt; + vor 1944

Mutter Eleonora Lina Unger; + vor 1944

Geschwister

Ladislaus Laszlo Hacker ; Budapest, Jegverem Gasse 5; Sohn: Alex Hacker

Jolan Hacker; verwitwet

Margit Hacker; ledig

Liste der 1944-45 umgekommenen Juden aus Györ (Auszug)

Beruf Rechtsanwalt; Dr. jur.; Arbeiter

Adressen Györ

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

Laut Jewish Gen, Hungary, Jewish Vital Records geboren 5.11.1887

Imre war aktiver Lokalpolitiker in Györ als „tanacstag“ (Stadtrat) und in der Jüdischen Gemeinde als „elöljaro“ (Vorsteher)

Die renommierte Anwaltskanzlei „Hacker und Meixner“ betrieb er mit seinem besten Freund Ernö Meixner; Meixner wurde 1947 Präsident der Magyar Nemzeti Bank.

20.-21. 8. 1944 270 ungarische Juden aus Auschwitz (Häftlingsnummern 84001-84270) direkt in das Außenlager des KL Buchenwald an der Brüllstraße in Bochum, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum; 18.9.1944 Unterbringung im Barackenlager auf der Brüllstraße nahe dem Bochumer Verein; Zwangsarbeit in der Panzergranaten-Produktion

31.10.1944 Deportation von der Lagerverwaltung Buchenwald erst zu diesem Datum erfasst

4.11.1944 schwerster Bombenangriff auf Bochum mit Zerstörung der gesamten Innenstadt

5.-7.11.1944 Lagerhäftlinge als Bombensuchkommando

24.12.1944 Tod im Außenlager Brüllstraße Bochumer Verein

29.12.1944 Todesbescheinigung des Standesamt Bochum

Diagnose der Werksärzte des Bochumer Verein: Herzschwäche bei Lungenentzündung und allgemeiner Körperschwäche

3.1.1945 Beisetzung auf dem jüdischen Friedhof Bochum, Wasserstraße

Gedenken

Grabstein auf dem jüdischen Friedhof Bochum, Wasserstraße; Gräberfeld V, G 10, 13/45

Pages of Testimony für

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/6051327?s=84147&t=222836&p=1

List of Jews from Gyor who perished, 1944-1945

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Hacker&s_firstName=Imre&s_place=Gyoer&s_dateOfBirth=&cluster=true

http://gyorjewish.org/imre.htm

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Alex Hacker, Memoirs of Alex Hacker, Volume I, 1926-1958

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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