Nojevits Noje

Noje Nojevits

*16.6.1898 in Berezno; 10.3.1945 in Bochum

Buchenwald – Häftlingsnummer 59604

Staatsangehörigkeit Ungar

Vater Lazar Nojevits; Arbeiter; +1912

Mutter Sewa geborene Nojevits; +1942

Geschwister

Beruf Schmied

Adressen Berezno Nr. 565

Heirat Pepi Fichsler; + in Auschwitz

Kinder drei

Weiterer Lebensweg

4 Jahre Volksschule

1916-1918 Infanterist der ungarischen Armee im 1. WK

4.5.1944 verhaftet in Izsa

10.6.1944 deportiert nach Auschwitz

21.-23. 6.1944 1.Transport aus Auschwitz mit 434 Ungarn, Tschechen, Russen, Polen und Rumänen (Häftlingsnummern 59501-59934)  

24.6. 1944 Ankunft in Buchenwald aus Auschwitz

26.6. 1944 Eintreffen im Außenlager des KL Buchenwald an der Brüllstraße in Bochum, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum;

mit dem Eintreffen von 434 überwiegend ungarischen Juden, die von Auschwitz dem Lager Buchenwald überstellt waren, wurde das Lager „eröffnet“.

4.11.1944 schwerster Bombenangriff auf Bochum mit Zerstörung der gesamten Innenstadt

5.-7.11.1944 Lagerhäftlinge als Bombensuchkommando

13.1.-16.2. bereits in der Krankenbaracke betreut Diagnose Induratio apicis dextr., allgemeine Körperschwäche; die Diagnose der Induratio (Verdichtung) in der rechten Lungenspitze kann nur über eine Lungen-Röntgen-Aufnahme gestellt worden sein.

21.1.1945 Urin auf Eiweiß getestet

16.2.1945 wieder entlassen

8.3.1945 wieder in der Krankenbaracke von Dr. Burian aufgenommen

10.3.1945 Tod im Außenlager Brüllstraße Bochumer Verein

Diagnose des Lagerarztes und Mithäftling Josef Burian: Induratio apicis, allgemeine Körperschwäche

Diagnose Dr. Sommer, Werksarzt des Bochumer Verein: Allgemeine Körperschwäche

Bis Ende November erfolgten die Einäscherungen im Krematorium Essen oder Bochum

16.3. Beisetzung auf dem jüdischen Friedhof Bochum, Wasserstraße

Gedenken

Grabstein auf dem jüdischen Friedhof Bochum, Wasserstraße; Gräberfeld W, A9, 48/45

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/6719981?s=59604&t=222836&p=1

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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